Mittepartei
Solothurner BDP ist offen für Gespräche mit der CVP

CVP-Nationalrat Stefan Müller-Altermatt fordert die Gründung einer neuen Mittepartei. Was halten die Solothurner Kantonalpräsidenten der Mitteparteien davon?

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Eine Fraktionsgemeinschaft von CVP, BDP, GLP und EVP gibts im Kantonsrat schon.

Eine Fraktionsgemeinschaft von CVP, BDP, GLP und EVP gibts im Kantonsrat schon.

Hanspeter Bärtschi

Nach der Wahlniederlage der Mitteparteien ist der Solothurner CVP-Nationalrat Stefan Müller-Altermatt in der Sonntagspresse in die Offensive gegangen. Er forderte in der «Schweiz am Sonntag» die Gründung einer neuen Mittepartei aus CVP, BDP, GLP und EVP.

«Ich selber bin offen für eine sinnvolle Diskussion», zeigt BDP-Kantonalpräsident Markus Dietschi mehr Sympathien als seine nationale Parteileitung. Vor einigen Monaten hätte er noch anders gedacht. Die Schwächung der Mitteparteien am Wahlsonntag habe ihn aber nachdenklich gemacht.

Für Dietschi ist klar: «Es darf nicht sein, dass wir die Mitte schwächen, nur weil wir unserem Ego zuliebe nicht einen Schritt aufeinander zugehen wollen.» Dietschi will sich nun die Argumente von Müller-Altermatt genauer anhören. Dietschi sieht es nicht als Hindernis, dass laut Panaschierstatistik die Solothurner BDP-Wähler Sympathien für die FDP hegen (und umgekehrt). «Es ist eher die FDP, die sich Gedanken machen muss, wo ihre Basis steht.»

CVP-Kantonalpräsidentin Sandra Kolly verweist auf Anfrage auf die Fraktionsgemeinschaft von CVP, BDP, GLP und EVP im Kantonsrat. «Wir leben die national geforderte Zusammenarbeit im Kanton schon vor», so Kolly. Diese funktioniere gut. Um über weitergehende Gemeinschaften zu diskutieren, sei es etwas früh. «Wir sind noch daran, die Wahlen auszuwerten.» Klar ist für Kolly allerdings: «Im Moment zersplittert sich die Mitte.» Das habe Auswirkungen auf das Wahlresultat gehabt. GLP-Präsident René Kühne war nicht erreichbar. (lfh)