«Mit dem Gutheissen der Namens-/ Statutenänderung in Kantonal Solothurnischer Bäcker-Confiseurmeisterverband sind die Fusionsverhandlungen abgeschlossen», sagte Verbandspräsident Bruno Liebi (Stüsslingen) nicht ohne Genugtuung. Das bedeute aber auch Mehrarbeit für den Vorstand. Der wolle sich zwar um die Belange aller kümmern, müsse aber wissen, wo der Schuh drückt. Also: «Kommunikation tut not, und die kann man unter anderem in den General- oder Hauptversammlungen bekämpfen», mahnte Liebi eindringlich.

Auf den ersten Blick harmlos

Der Präsident wies darauf hin, dass in Zukunft starke Verbände gefragt seien, solle das Gewerbe überleben. So wie es gilt, hohe und höchste Qualitätsstandards zu setzen und zu halten, gilt es auch, administrativen Auswüchsen den Riegel zu schieben. «In Sachen Büro-Flut hat der Nationalrat im Zusammenhang mit der Revision des Lebensmittelgesetzes einiges geliefert, so die Verschärfung der Deklarationspflicht. Die Gesundheitskommission des Ständerates (SGK) hat sich dagegen gewehrt, wie am Freitag bekannt wurde.

Liebi warnte: Wolle man die Arbeit korrekt machen, müsse bei jedem Neueingang die Datenbank aktualisiert werden. Die Herstellerländer der Rohmaterialien müssen zwingend auf die Etikette. Das sieht auf den ersten Blick harmlos aus, aber: «Wie sieht in Zukunft die Deklaration für eine Konfektmischung aus?» Hier werde leicht eine weitere Administrationsstelle in einem Unternehmen geschaffen, und das im Umfeld von sich abzeichnenden Mindestlöhnen.

Mangel an Personal

Personalengpässe gebe es gleich an verschiedenen Orten: zum einen in den Verbänden, denen Präsident Liebi aber ein Kränzchen für deren Einsatz bei den Parlamentariern wand. Dann, genügend Fachpersonal für die bestehenden Geschäfte zu finden und drittens den Nachwuchs zu rekrutieren, der den Anforderungen und Wechselfällen eines KMU gewachsen ist.

Breite Aus- und Weiterbildung

Dem Solothurner Bäcker- und Confiseurmeisterverband gehören 76 Mitglieder an, davon besuchten 60 die Generalversammlung. Sie vernahmen von Lehrlingsobmann Daniel Schär, dass von 20 Lernenden aus dem Kanton Solothurn deren 19 ein Eidgenössisches Fähigkeitszeugnis (EFZ) und eine das Eidgenössische Berufsattest (EBA) erworben haben. Im August 2012 haben schon wieder 22 Lernende ihre Ausbildung aufgenommen.

Andreas Reinhard, Rolf Gutermann und Markus Bähler berichteten in Sachen Nachwuchswerbung. Da man sich jetzt auch an den Berufsmessen Olten und BAM (Bern) und Culinaria (Biel) beteilige, sei die Rekrutierungsbasis etwas breiter geworden, die derzeitigen Lehrverhältnisse lägen jedoch auf der unteren Grenze des Notwendigen.

Eigenkapital schrumpft

Auch wenn im abgelaufenen Jahr in der Ausbildungskasse ein Verlust von rund 10 000 Franken entstand, besteht noch ein Eigenkapital von 110 000 Franken. Die Erfolgsrechnung der Kantonalkasse erreichte mit 34 500 Franken Aufwand und 32 800 Ertrag die Budgetwerte und somit einen in dieser Höhe vorausgesehenen Verlust von 1700 Franken. Dem zurücktretenden Kassier Patric Schluep wurde mit Akklamation Décharge erteilt und als seine Nachfolgerin Rebecca Bähler gewählt. Eric Curumano ist neuer Beisitzer.