Spitäler
Solothurner Arzt forscht am batterielosen Herzschrittmacher

Medizinische Forschung wird nicht nur an Universitätsspitälern betrieben, sondern auch bei den Solothurner Spitälern (soH).

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Rolf Vogel und Patrick Dubach

Rolf Vogel und Patrick Dubach

zvg

Jüngste Beispiele für medizinische Spitzenforschung im Kanton Solothurn sind Patrick Dubach, Chefarzt Hals-Nasen-Ohren Klinik am Bürgerspital, und Rolf Vogel, Chefarzt Kardiologie. Vogel versucht den Nachteil von Herzschrittmachern zu beheben, nämlich dass die Batterie nach einer gewissen Zeit mit einem kleinen operativen Eingriff ersetzt werden muss. Vogel hat gemeinsam mit Forschern des Inselspitals Bern eine Methode entwickelt, die diesen Ersatz unnötig machen soll.

Gleich dem Prinzip einer Automatik-Armbanduhr, die sich durch die Bewegung des Arms immer wieder auflädt, erhält der Herzschrittmacher die nötige Energie durch die schlagende Bewegung des Herzmuskels. Dass mit einem solchen Gerät ausreichend Energie produziert wird, hat sich an der Erprobung bei Schweinen gezeigt. Vogel und das Forschungsteam arbeiten mit Hochdruck an der Adaptierung für den Menschen. Vogel wurde mit seiner Arbeit an die Weltausstellung in Kasachstan eingeladen.

Patrick Dubach, der Chefarzt der Hals-Nasen-Ohren Klinik, hat sich mit Sprengstoff- oder Feuerwerksunfällen sowie anderen Explosionstraumata beschäftigt. Sie können durch die Druckwellen zu Trommelfelleinrissen führen, die das Hörvermögen vermindern oder einen Tinnitus auslösen.

Dubach hat sich vertieft mit der Diagnose und Behandlung solcher Verletzungen befasst, wofür er in der internationalen Fachpresse gewürdigt wurde. Bei der richtigen Diagnosestellung werden auch zusätzliche Schäden des Innenohres rechtzeitig erkannt. Dubach hat auch neue Forschungsergebnisse zur minimal-invasiven Ohrchirurgie veröffentlicht. Er bietet entsprechende Trommelfell-Operationen an. (szr)

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