Trendwende?
Solothurner Arbeitsmarkt erholt sich

Erneut ist die Zahl der Menschen ohne Arbeit im Kanton Solothurn gesunken. Die Quote sank im Mai von 3,0 Prozent im Vormonat auf 2,9 Prozent.

Franz Schaible
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Die Arbeitslosenquote ist etwas gesunken. (Symbolbild)

Die Arbeitslosenquote ist etwas gesunken. (Symbolbild)

Keystone

Von einer «Trendwende» will Jonas Motschi noch nicht sprechen. Es seien vorwiegend saisonale Effekte, welche zum vierten Rückgang in Folge geführt hätten. «Aber die Entwicklung auf dem Solothurner Arbeitsmarkt ist erfreulich», sagt der Chef des kantonalen Amtes für Wirtschaft und Arbeit. Im Mai ist die Arbeitslosenquote von 3,0 Prozent im April auf 2,9 Prozent gesunken.

Der Höchststand seit dem Währungsschock wurde im Januar 2016 mit 4'632 registrierten Arbeitslosen erreicht. Ende Mai waren es 4'189 Männer und Frauen ohne Arbeit oder rund zehn Prozent weniger. Damit rangiert Solothurn weiterhin unter der schweizweiten Arbeitslosenquote von 3,3 Prozent. Allerdings gibt es grosse regionale Unterschiede. In der Region Grenchen liegt die Quote bei 4,4 Prozent, in der Region Olten bei 2,7 Prozent.

«Im Durchschnitt 3 Prozent»

Eine Prognose für den Verlauf bis Ende Jahr sei schwierig zu machen, sagt Motschi. «Jedenfalls sollte sich die Lage nicht verschlechtern.» Er rechnet mit einem «Jahresdurchschnitt von 3 Prozent». Im vergangenen Jahr betrug die durchschnittliche Arbeitslosenquote 2,7 Prozent.

Angesichts der Tatsache, dass die Entspannung seit Januar trotz praktisch stagnierendem Wirtschaftswachstum im ersten Quartal 2016 zustande kam, lässt immerhin eine Verbesserung erhoffen. Denn für das ganze Jahr rechnen die meisten Konjunkturforscher mit einem Wirtschaftswachstum von leicht über einem Prozent.