Überweisungen gegen Geld

Solothurner Ärzte-Gesellschaft weiss von keinen Kick-backs

Im Kanton Solothurn sind keine Fälle von Geld gegen Überweisung bekannt. (Symbolbild)

Im Kanton Solothurn sind keine Fälle von Geld gegen Überweisung bekannt. (Symbolbild)

Laut der Gesellschaft der Ärztinnen und Ärzte des Kantons Solothurn (Gaeso) wurde im Kanton noch nie ein Vorwurf erhoben, dass ein Arzt einen anderen für eine Überweisung bezahlt haben soll.

Einige Ärzte überweisen ihre Patienten nicht an die besten Spezialärzte oder Spitäler, sondern an den, der am besten zahlt. Das haben Recherchen der «Nordwestschweiz» publik gemacht. Die Gesellschaft der Ärztinnen und Ärzte des Kantons Solothurn (Gaeso) hat die Berichterstattung zu den sogenannten Kick-backs «mit einigem Erstaunen» zur Kenntnis genommen, wie ihr Rechtsberater Michel Meier in einer Mitteilung schreibt.

Im Kanton Solothurn sei in den vergangenen Jahren weder offiziell noch inoffiziell ein solcher Vorwurf gegen einen Arzt erhoben worden. Auch der Standeskommission seien keine entsprechenden Fälle bekannt. Sollte einmal ein Verdacht auftreten, heisst es, würde man die konkreten Umstände wie üblich prüfen.

Die Gaeso warnt vor Pauschalisierungen und hält fest: «Dass letztlich auch die Krankenversicherer nur von Einzelfällen in anderen Kantonen ausgehen, zeigt, dass solche Kick-backs die Gesundheitskosten in keiner Weise tangieren und dass es tatsächlich nur Einzelfälle sind.» Für die Empfehlung einer Überweisung seien stets auch persönliche Beziehungen und das Vertrauen in einen anderen Arzt ausschlaggebend, so die Gaeso weiter. Dies könne den Patienten aber nur dienen. (szr)

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