Regierung
Solothurn will nicht mehr an ausserkantonale Universitäten bezahlen

Die Kantonsregierung fordert, dass die geplante Revision der interkantonalen Universitätsvereinbarung nicht zu Mehrkosten führt. Sie unterstützt jedoch die neue Berechnung der Tarife, welche die Kantone für ihre Studierenden an ausserkantonale Universitäten bezahlen müssen.

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Heute bezahlen Kantone für ihre Studierenden an einer ausserkantonalen Universität dem entsprechenden Kanton einen jährlichen Beitrag.

Heute bezahlen Kantone für ihre Studierenden an einer ausserkantonalen Universität dem entsprechenden Kanton einen jährlichen Beitrag.

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Die Revision müsse kostenneutral umgesetzt werden, schreibt der Regierungsrat in seiner Stellungnahme vom Montag an die Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK). Die Kantone bezahlen gegenwärtig für ihre Studierenden an einer ausserkantonalen Universität dem entsprechenden Kanton einen jährlichen Beitrag. Dieser ist in der Universitätsvereinbarung geregelt.

Im Gegensatz zur geltenden IUV sollen die Tarife nicht mehr in der Vereinbarung festgeschrieben werden, sondern nur noch das System für deren Berechnung. Die neuen Tarife können gemäss der EDK daher erst beim Inkrafttreten berechnet werden.

Mehrkosten für Kanton Solothurn

Nach Berechnungen der EDK müssten die Kantone nach dem neuen System - auf der Basis der Zahlen 2014/2015 - neu 579 Millionen statt 563 Millionen Franken übernehmen. Dies entspräche einem Anstieg von 16 Millionen Franken oder 2,9 Prozent.

Wie aus den Unterlagen der EDK hervorgeht, müsste der Kanton Solothurn rund eine halbe Million Franken mehr bezahlen. Der Jahrestarif für Studien in Geistes- und Sozialwissenschaften würde gemäss EDK leicht auf 10'067 Franken sinken, für Natur- und technische Wissenschaften auf 29'264 Franken steigen. Der Jahrestarif für die Medizinausbildung würden weiterhin rund 51'000 Franken betragen.

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