Geplant sind Massnahmen im Rahmen von rund 112 Millionen Franken, wie es in einer Medienmitteilung der Staatskanzlei heisst. Realisiert werden sollen die Projekte im Zeitraum ab 2019 bis 2022. Die Regierungen der Kantone Solothurn und Aargau beantragen dafür beim Bund Unterstützung; er solle das Agglomerationsprogramm AareLand aus dem Infrastrukturfonds mitfinanzieren.

Alle beim Bund eingereichten Agglomerationsprogramme der 3. Generation werden nach einheitlichen Kriterien geprüft und stehen im Wettbewerb miteinander.

Je höher die erwartete Gesamtwirkung des Programms ausfalle, desto höher sei der Beitragssatz des Bundes an die Kosten, heisst es weiter. Das Ergebnis der Prüfung wird voraussichtlich im Frühling 2018 bekannt gegeben.

Das sind die grössten Projekte im Agglomerationsprogramm AareLand:

Die finanziell gewichtigsten Projekte sind die Aufwertung der Oltnerstrasse in Aarburg und die Ortsdurchfahrt Rothrist mit einem Investitionsvolumen von je rund 25 Millionen Franken. 

Die Ortsdurchfahrt Rothrist soll aufgewertet werden.

Die Ortsdurchfahrt Rothrist soll aufgewertet werden.

Einen Schwerpunkt im Agglomerationsprogramm AareLand bildet der Korridor Olten – Aarburg / Rothrist - Zofingen mit verschiedenen, aufeinander abgestimmten Einzelprojekten. Die Projekte verflüssigen den motorisierten und öffentlichen Verkehr auf der Strasse und erhöhen die Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden.

Für ein anschliessendes Agglomerationsprogramm für die Jahre 2023-2026 werden Massnahmen mit einem Investitionsvolumen von rund 50 Millionen Franken angemeldet. Darin enthalten ist die Umfahrung Hägendorf/Rickenbach (ERO+) mit voraussichtlichen Baukosten von rund 45 Millionen Franken.

Weshalb braucht es diese Projekte?

Die im Agglomerationsprogramm enthaltenen Projekte beseitigen die wichtigsten Schwachstellen der Verkehrsinfrastruktur und verbessern damit die Funktionsfähigkeit des Gesamtverkehrs. Im Verbund mit den siedlungs- und landschaftsbezogenen Massnahmen wird so eine nachhaltige Siedlungs- und Verkehrsentwicklung unterstützt.

Das Agglomerationsprogramm der 3. Generation schreibt das bisherige Programm fort. Es berücksichtigt dabei die revidierte Raumplanungsgesetzgebung und die neuen kantonalen Richtpläne Aargau (März 2016) und Solothurn (Entwurf Juni 2015).

Erfolgreiche Zusammenarbeit

Das Agglomerationsprogramm der 3. Generation wurde in Zusammenarbeit der Kantone Aargau und Solothurn mit der Organisation AareLand erarbeitet. «Damit soll sich das AareLand mit seinen Teilregionen Aarau, Olten und Zofingen weiterhin als funktionsfähiger, eigenständiger und selbstbewusster Raum profilieren», heisst es im Communiqué.

Für die 1. Generation und 2. Generation erreichte die Agglomeration AareLand einen Beitragssatz von 40%. Seit der Fertigstellung des Agglomerationsprogramms der 1. Generation im Jahr 2007 sind verschiedene Projekte erarbeitet und bereits umgesetzt worden. Als Beispiel zu erwähnen ist das als dringlich eingestufte Projekt «Entlastung Region Olten».