Mit der Wahl eines Totalunternehmers wollen Stadt und Kanton bis spätestens in einem Jahr die Kosten für eine Totalsanierung der drei sanierungspflichtigen Altlastendeponien «Oberer Einschlag», «Spitelfeld» und «Unterhof» verbindlich ermitteln. Dies teilt die Solothurner Staatskanzlei am Montag mit.

Das Amt für Umwelt favorisiert die Totalsanierung der drei Deponien unabhängig von der Frage über die Wasserstadt. Die ebenfalls zur Diskussion stehenden Sicherungsmassnahmen weisen bezüglich Erfolgschancen Unsicherheiten und - auf lange Sicht betrachtet - Nachteile auf.

Der definitive Entscheid über das weitere Vorgehen fällt nach Vorliegen der verbindlichen Kosten der Totalsanierung. 

Zweistufiges Verfahren

Die Ausschreibung erfolgt zweistufig. In einem ersten Schritt werden bis Mitte März 2016 drei bis vier geeignete Unternehmungen ermittelt, welche für den Auftrag in Frage kommen.

In einem zweiten Schritt werden konkrete Offerten eingefordert. Die für die zweite Stufe der Submission zugelassenen Unternehmen werden aufgefordert sein, ihre Offerten mit Hilfe von Testsanierungen zu erarbeiten. 

Im Vorfeld der Testsanierungen werden im Februar 2016 durch die Bauherrschaft Vorarbeiten durchgeführt. Diese umfassen unter anderem die Errichtung und Erschliessung von Installationsplätzen und Zufahrtswegen sowie die Entnahme weiterer Abfallproben mit Baggerschlitzen. 

Die Analyseresultate werden den präqualifizierten Anbietern zur Verfügung gestellt. Von Ende März bis Mitte Mai 2016 werden die Totalunternehmer selber Deponiematerial entnehmen, um die Triagierbarkeit und aus ihrer Sicht geeignete Entsorgungswege zu bestimmen. (sks)