Vom Bund werde bei den noch anstehenden Planungsarbeiten weiterhin eine enge Zusammenarbeit mit den kantonalen Behörden erwartet, teilte der Regierungsrat am Dienstag zu seiner ersten Sitzung nach den Sommerferien mit.

Die Regierung empfiehlt dem Bundesamt für Strassen (Astra), dass es mit Blick auf die stark vom Strassenbauprojekt betroffenen Landwirte Synergien nutzt. So sollen Pisten, die für den Bau notwendig sind, auch zur Erschliessung von landwirtschaftlich genutzten Flächen vorgesehen werden.

Bei der Detailprojektierung und der Bauausführung stellt der Regierungsrat in seiner Stellungnahme mehrere Anträge. Die geplante Wildtierüberführung soll aus Holz erstellt werde. Zudem verlangt er während der Zeit der Bauarbeiten Verbesserungen bei der Führung des Veloverkehrs über die Hilfsbrücken.

Baubeginn 2022

Das Astra will mit dem Ausbau auf sechs Spuren im Jahr 2022 beginnen. Die Kosten betragen 886 Millionen Franken. Auf jeder Seite der Autobahn ist der Bau einer zusätzlichen Spur geplant.

Zur grössten Veränderung kommt es beim Anschluss Egerkingen. Dieser bekommt eine neue Verkehrsführung mit neuen Kreiseln sowie zwei neue Brücken über die Dünnern.

Errichtet werden auch sechs Neubauten. Es sind unter anderem zwei Wildtierüberführungen in Wangen a. A. und Oberbuchsiten und eine Aarebrücke bei Wangen a. A. geplant.

Engpass im Ost-West-Verkehr

Der Ausbau auf sechs Streifen der A1 erfolgt auf einer Gesamtlänge von 21,9 Kilometern. Damit soll die Verkehrssicherheit erhöht, ein Engpass beseitigt und der Verkehr verflüssigt werden. Gleichzeitig sollen die heutigen Vorgaben betreffend Lärm-, Umwelt- und Gewässerschutz umgesetzt werden.

Täglich fahren auf dem Abschnitt Luterbach-Härkingen 93'000 Fahrzeuge. Im Jahr 2030 werden es voraussichtlich rund 113‘000 Fahrzeuge pro Tag sein. Der Abschnitt war in den Jahren 1966/67 eröffnet worden.