Von «Rockytrail», über «Juratramp», «Juraflitzer», «la Transweiss», «Röstigrabenexpress» bis «S’Wissesteinerli» reichte die Palette der im Namenwettbewerb eingegangenen Vorschläge. «Wir konnten aus dem Vollen schöpfen», bestätigt Stefan Müller-Altermatt, Präsident des Vereins Weissensteintunnel Linie 411 und CVP-Nationalrat. Über 600 Vorschläge seien auf die Wettbewerbsausschreibung hin eingegangen. Notabene auch aus der erweiterten Region, etliche gar aus dem französischsprachigen Jura.

Die Jury im Vorstand – bestehend aus Fachleuten der Bereiche Tourismus, Marketing und Bahn – habe die Vorschläge in einem mehrstufigen Verfahren selektioniert und sich schliesslich für «Weissenstein-Express» entschieden – in der französischen Version «L’express du Weiss».

Nicht gerade originell, aber ...

Der gewählte Name sei «auf den ersten Blick wenig überraschend», muss Müller-Altermatt zugeben. Auch sei der gleiche Vorschlag von rund 10 Personen eingereicht worden. Für die getroffene Wahl spreche, dass der Name beidseits der Sprachgrenze funktioniere, zumal man den Weissenstein im französischsprachigen Jura traditionell als «le Weiss» bezeichne.

«In der Banalität liegt manchmal auch die Genialität. Der Name ist eindeutig, identitätsstiftend, einprägsam. So wird er auch vom Volk aufgenommen und verwendet. Und das ist das wichtigste Argument.»

«In der Banalität liegt manchmal auch die Genialität.»

Stefan Müller-Altermatt, Präsident des Vereins Weissensteintunnel Linie 411:

«In der Banalität liegt manchmal auch die Genialität.»

Die Marketingtauglichkeit des Namens ist um so zentraler, als der Verein Weissensteintunnel Linie 411 in Zukunft alles daransetzen will, der unter der Nummer 411 im Kursbuch aufgeführten Linie künftig zu höheren Frequenzen zu verhelfen. Diesen Auftrag habe man schliesslich auch aus der Tatsache heraus, dass der Bund – nach zähem Ringen besonders der Solothurner – den Weissensteintunnel in den nächsten Jahren für 85 Millionen Franken sanieren wolle.

Sowohl Müller-Altermatt als auch Jürgen Hofer, Direktor von Region Solothurn Tourismus, zeigen sich optimistisch, dass der «Weissenstein-Express» – als Teil des touristischen «Gesamtpakets» mit Seilbahn, Kurhaus, Berggasthöfen und Sport- und Freizeitaktivitäten aller Art – ein grosses Entwicklungspotenzial hat. Mit dem neuen Namen sei jetzt schon einmal «ein erstes, wichtiges Ausrufezeichen gesetzt» worden, so Müller-Altermatt.

Weil mehrere gleichlautende Namensvorschläge eingegangen sind, wird das Los bestimmen, wer den Hauptpreis – einen Gutschein über 150 Franken für das Bergrestaurant Hinter-Weissenstein sowie diverse Bahntickets – erhalten wird. (ums.)