Erst seit März ist definitiv, dass auch am Standort Solothurn ab Sommer 2016 wieder alle Berufsschüler ins Lehrlingsturnen müssen. Doch der Kanton hat in der Mehrjahresplanung Hochbau bereits darauf reagiert. Er plant, dass ab etwa 2020 eine neue Sportturnhalle in Solothurn stehen soll. «Gegenwärtig werden geeignete Standorte ermittelt. Danach soll ein geeignetes Qualitätsverfahren als Grundlage eines Vorprojektes durchgeführt werden», steht im Programm.

Kantonsbaumeister Bernhard Mäusli betont: «Die Planungsarbeiten stehen erst am Anfang.» Vorerst müssten die Schüler und Turnlehrer mit einer provisorischen Lösung vorliebnehmen. Wie diese aussehen wird, ist laut Mäusli noch nicht klar. «Wir suchen einen Standort, der maximal 10 bis 12 Gehminuten von der Gewerbeschule entfernt liegt.»

Möglich sei sowohl das Aufstellen von Provisorien als auch die Miete. «Wir suchen eine zahlbare Lösung», so Mäusli. Heute ist der Kanton schon im CIS Sportcenter eingemietet. Diese Lösung sei aber relativ teuer, weil die Schüler mit Bussen ins Lehrlingsturnen gefahren werden.

Ersatz für Werkhof Härkingen

Etwas weiter sind die Pläne offenbar beim Landwirtschaftlichen Bildungszentrum Wallierhof. Dort sind die Stallungen und Anlagen – östlich des Schulungsgebäudes – «veraltet». Sie entsprächen gar «nur noch bedingt den aktuellen gesetzlichen Anforderungen», wie dem Mehrjahresprogramm zu entnehmen ist. 2014 ist bereits ein Studienauftrag für Ersatzbauten des Gutsbetriebes durchgeführt worden. 2015 soll ein Vorprojekt erarbeitet werden. Der Fokus soll auf einem «nachhaltigen Milchviehbetrieb» liegen.

Einen Neubau soll es auch in Wangen bei Olten geben. Dort soll auf einem kantonseigenen Grundstück ein Ersatzbau für den sanierungsbedürftigen Werkhof in Härkingen entstehen. 2014 wurden am neuen Standort schon zwei Salzsilos gebaut. Das Mehrjahresprogramm Hochbau gibt Auskunft über die Planung, beschlossen sind die Projekte nicht. Zu den möglichen Kosten gibt es keine Angaben. Die drei genannten Vorhaben gehören zu den grösseren Projekten des Kantons, d.h. sie kosten in je mehr als 3 Mio. Franken.