Solothurn
«Es war ein riesiges Chaos»: Das sagt Parteipräsidentin Roth zum Einbruch ins SP-Sekretariat

Am Wochenende brachen Unbekannte in die Parteizentrale der SP in Solothurn ein. Unklar ist, ob die Tat einen politischen Hintergrund hatte.

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«Es war ein riesiges Chaos, alle Ordner lagen auf dem Boden. Die Gerätschaft war zerstört oder verschwunden. Das war wirklich eine unschöne Geschichte und wir merkten einfach: da war ein Einbruch.» Franziska Roth, Präsidentin der SP Kanton Solothurn, blickt im Gespräch mit TeleM1 zurück auf die Ereignisse vom Wochenende.

Unbekannte waren in der Nacht von Samstag auf Sonntag in die Parteizentrale der SP am Rossmarktplatz eingedrungen. Was beim Einbruch alles gestohlen wurde, wird noch ermittelt. Die Täter liessen unter anderem einen Computer mitgehen. Und auch die Kaffeemaschine.

Den Schrank, in dem auch der Kaffee aufbewahrt wird, war ausgeräumt. Den Kaffee hätten die Diebe aber stehen lassen, so Roth. Dank einer Ersatzmaschine müsse aber niemand im Sekretariat auf Koffein verzichten.

Schon mehrere Vorfälle

Der Einbruch ist das neuste Kapitel in einer Serie von Vorkommnissen: 2019 waren die Briefkästen mehrerer Parteimitglieder gesprengt worden. Darunter auch an der Privatadresse von Franziska Roth. Wenige Tage später wurde das Parteisekretariat verschmiert.

«Ob der Einbruch einen politischen Hintergrund hat, wissen wir im Moment noch nicht», sagt Bruno Gribi, Mediensprecher der Kantonspolizei Solothurn gegenüber dem Sender. Selbstverständlich würden in diesem Zusammenhang auch die Vorfälle rund um die Partei geprüft, die sich in der letzten Zeit in Solothurn bereits zugetragen hätten.

Momentan möchte die Partei ihre Zeit für den Wahlkampf einsetzen. Da kommt ein Einbruch zu einem ungünstigen Zeitpunkt. «Wir sind voll daran auch mit dem digitalen Wahlkampf. Wenn Gerätschaften zerstört sind oder fehlen, kann man nicht arbeiten», meint Franziska Roth. Das bedeute einen Rückstand von drei bis vier Tagen in einer Phase, «wo wir eigentlich mehrschichtig arbeiten». Deshalb arbeiten die Mitarbeiter derzeit mit ihren eigenen Computern, damit sie erreichbar sind. (ldu)