Regierungsrat
Sollen Solothurner Spitäler einen «Bagatell-Zuschlag» einführen?

Die freisinnige Kantonsratsfraktion will vom Regierungsrat wissen, was er von einem «Bagatell-Zuschlag» von 100 bis 200 Franken für Patienten hält, die die Notfallstation eines Spitals aufsuchen, obwohl kein wirklich dringlicher Fall vorliegt.

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Für Notfälle, die keine sind, sollen Patienten einen Zuschlag bezahlen müssen. CHRISTIAN BEUTLER/Keystone

Für Notfälle, die keine sind, sollen Patienten einen Zuschlag bezahlen müssen. CHRISTIAN BEUTLER/Keystone

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Ein neuer Vorschlag für einen Beitrag zur Dämpfung der Kostenentwicklung im Gesundheitswesen stammt von der freisinnigen Kantonsratsfraktion: Sie will vom Regierungsrat wissen, was er von einem «Bagatell-Zuschlag» von 100 bis 200 Franken für Patienten hält, die Notfallstation eines Spitals aufsuchen, obwohl kein wirklich dringlicher Fall vorliegt. Dass immer mehr Patienten wegen einer Bagatelle in die Spital-Notaufnahme stürmen, sei nicht nur teuer, sondern gefährde auch richtige Notfallpatienten, so die Freisinnigen. Zur Abgrenzung, was denn nun ein «echter» Notfall und was eine Bagatelle ist, verweisen sie auf das Triage-System, das die meisten Spitäler eingeführt haben: Die Patienten würden nicht einfach in der Reihenfolge ihres Eintreffens behandelt, entscheidend sei vielmehr die Dringlichkeit des medizinischen Problems. Falls bei dieser Triage festgestellt werde, dass keine Dringlichkeit vorliegt, dürfte es sich um einen Bagatellfall handeln, so die FDP. (szr)

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