Industrie

Solide Solothurner Industriebetriebe

Industrie-Präsident Josef Maushart: Die Wirtschaft läuft rund

Industrie-Präsident Josef Maushart: Die Wirtschaft läuft rund

Der solothurnischen Industrie gehe es trotz konjunktureller Abkühlung recht gut, sagt Fraisa-Chef Josef Maushart, Präsident des Industrieverbandes Inveso, im Video-Interview.

Die Schweizer und damit auch die Solothurner Industrie stehe vor grossen Herausforderungen, erklärte auch Hans Hess, Präsident des Branchenverbandes Swissmem, an der Generalversammlung des Industrieverbandes Solothurn und Umgebung (Inveso).
Aber der Werkplatz Schweiz sei weiterhin gerüstet für den weltweiten Konkurrenzkampf. „Es wird zu keiner Deindustrialisierung kommen."

Ein Umsatz von 89 Milliarden Franken, Exportanteil 77 Prozent, 335‘000 Beschäftigte und 10‘000 Lernende: Mit diesen Zahlen zeigte Swissmem-Präsident Hans Hess am Inveso-Anlass im Schloss Waldegg in Feldbrunnen die Bedeutung der Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie auf. Zwar seien die Herausforderungen für die Branche riesig. Hess erwähnte den massiven Margendruck wegen des starken Frankens, steigende Energiepreise oder die schwache Konjunktur im Hauptmarkt Europa.

„Innovation ist Schlüssel zum Erfolg"
Gleichzeitig verfüge die hiesige Industrie über einige Trümpfe, um im globalen Wettbewerb mithalten zu können. Hess nannte die hohe Qualität und Zuverlässigkeit der Produktion, das hochmotivierte Personal und insbesondere die Innovationsfähigkeit der Industrie. „Sie ist der Schlüssel zum Erfolg. Nur deshalb können die Unternehmen mit stetig neuen Herstellprozessen und Produkten überhaupt bestehen." Die Schweiz sei seit drei Jahren „das innovativste Land der Welt".

Nur die weltweite Konkurrenzfähigkeit sichere die Arbeitsplätze, auch gerade in der Schweiz. Deshalb müsse ein Unternehmen auch schmerzhafte Massnahmen ergreifen. So gelte es etwa „Lohnkostenvorteile im Ausland" zu nutzen. Mit anderen Worten: Verlagerungen der Produktion ins Ausland dürfen kein Tabu sein, ansonsten könne das ganze Unternehmen gefährdet sein. Hess rechnete wiederholt vor, dass allein wegen der Frankenstärke rund 10‘000 Arbeitsplätze gefährdet seien. „Aber es wird ganz sicher zu keiner Deindustrialisierung in der Schweiz kommen."

Strukturwandel nicht aufhalten
Auch für Volkswirtschaftsdirektorin Esther Gassler sind die Strukturen der Wirtschaft einem ständigen Wandel ausgesetzt. Es wäre für den Staat gefährlich, sollte er versuchen, den schmerzhaften Wandel mittels Planungs- und Interventionsinstrumenten zu verhindern. Es nütze nichts, sich als Retter in der Not aufzuspielen und Versprechungen zu machen und Erwartungen zu wecken, die dann später nicht erfüllt oder rückgängig gemacht werden müssten. „Sich dem strukturellen Wandel zu stellen, heisst nicht den Niedergang zu beschleunigen, sondern den Neuanfang zu ermöglichen."

Josef Maushart, Inveso-Präsident und CEO der Bellacher Fraisa AG, versprach, dass der Verband alles tun werde, um den Standort Region Solothurn für die Wirtschaft attraktiv zu halten und weiter zu verbessern. Die Solothurner Industrieunternehmen seien zum allergrössten Teil so effizient und innovativ, dass sie im harten Wettbewerb bestehen können.

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