Die Volltruppenübung «Soletta 13» war bereits im März einmal durchgeführt worden, das Szenario blieb dasselbe (wir berichteten). Rund 200 zivile Einsatzkräfte des Kantons und 1000 Angehörige der Armee probten dabei ihre Zusammenarbeit. Es sei alles gut gelaufen, resümiert Diego Ochsner, Chef des Kantonalen Führungsstabs (KFS). «Was im Frühling nicht so gut klappte, ging jetzt besser.»

Gemeint ist insbesondere die Verständigung zwischen Militär und zivilen Einheiten. Kommunikation und Zusammenarbeit sollte man häufiger schulen, damit im Ernstfall alles funktioniere, so Ochsner. Das Militär verwende beispielsweise zum Teil andere Begriffe oder Definitionen, die man standardisieren müsste. Auch hätten die Angehörigen der Armee nicht dieselben Voraussetzungen, da sie nicht beruflich in solchen Einsätzen stünden. «Wenn man das bedenkt, hat die Zusammenarbeit hervorragend geklappt», lobt Ochsner.

Geklappt hat diesmal auch die Luftaufklärung, die im März ins Wasser gefallen war. Mittels Helikopter wurde der Einsatz von Armee und einer Spezialeinheit der Polizei direkt in die Übungszentrale übertragen. «Das war eine Premiere. Und es hat sich bewährt», sagt «Soletta 13». Die für eine Luftaufklärung nötige Bodenstation – eine Antenne und der entsprechende Anschluss – sollen nun in Solothurn fix installiert werden: «Wenn man sie einmal braucht, hat man die Infrastruktur schon.»