Regio Energie

Solaranlage auf dem Dach der Regio Energie ist günstiger und produktiver

Das Gebäude der Regio Energie soll eine solaranlage erhalten. (Archiv)

Das Gebäude der Regio Energie soll eine solaranlage erhalten. (Archiv)

Zweiter Anlauf für eine Photovoltaikanlage auf dem Gebäude der Regio Energie. Der Solothurner Stromversorger möchte von seinem Dach aus 16 Haushalte mit «grünem» Strom versorgen.

Sonne dringt derzeit nicht viel zum Regio Energie Hauptsitz am Ritterquai. Trotzdem plant der Solothurner Energieversorger ein sichtbares Zeichen für den oekologischen Wandel. Auf Ost- und Westtrakt will er eine Photovoltaikanlage installieren. 16 Haushalte soll diese mit Strom versorgen.

Es ist bereits das zweite Projekt. Vor gut einem Jahr hatte die Regio Energie bereits ein Baugesuch für eine Solaranlage eingereicht. Dieses war nicht bewilligt worden: So wurde bemängelt, dass die auf dem Vordach über den östlichen Garagen geplante Anlage zu wenig Rücksicht auf die Architektur des Gebäudes nehme. Drei Solarstelen, die gut sichtbar bei den heutigen Fahnenmasten stehen sollten, dürfen indes gar nicht gebaut werden. Denn es besteht dort ein grundsätzliches Bauverbot für oberirdische Neubauten. Die ursprüngliche Funktion der Stelen ist jetzt an die Fassade des östlichen Altbaus verschoben worden.

Testprojekt

Schaut man die nackten Zahlen an, hat die Zusatzschlaufe der Regio Energie nicht nur geschadet: Beim ersten Versuch hatte die Regio Energie 600 000 Franken für die Anlage eingeplant; Ziel war es, 15 Haushalte mit 60000 Kilowattstunden Solarenergie zu versorgen. Jetzt gibt die Regio Energie rund 450000 Franken aus, erhält dafür aber sogar mehr Strom. 73000 Kilowattstunden reichen neu für 16 Haushalte. Mit weniger Geld mehr Leistung? Drei Gründe führt Sandra Hungerbühler, Leiterin Marketing der Regio Energie, an. Einerseits wurde das Projekt optimiert, andererseits hätten sich die Preise verbessert und es werde eine andere Zelltechnologie verwendet.

Für die Regio Energie wird die Solaranlage auch ein Testprojekt: «Wir wollen mit verschiedenen Ausrichtungen der Photo-Zellen ermitteln, welche Ergiebigkeit sich in Solothurn in der Praxis eingestellt», sagt Hungerbühler.

Kundennachfrage nicht gewachsen

Eine Anzeige soll Passanten jederzeit über die jeweilige Stromproduktion informieren. Die Panels werden in verschiedenen Himmelsrichtungen und Neigungen angeordnet.
Schon jetzt besitzt die Regio Energie eine Solaranlage - nämlich beim Stadion des FC Solothurn. Die Kunden zeigen sich allerdings noch zögerlich: Einen spürbaren Anstieg der Nachfrage nach Solarstrom gab es nach Fukushima nur kurz. Seither sei diese aber abgeflacht, sagt Hungerbühler. Ende 2011 sprach man beim Vorläufer-Projekt von einer Bürgerbeteiligung. Diese soll nun in einem separaten Projekt mit einem externen Partner realisiert werden. Derzeit ist das Baugesuch für die Anlage am Ritterquai hängig. Die Regio Energie möchte baldmöglichst beginnen, sagt Hungerbühler. Rund sechs Wochen wird die Installation dauern. Bis es so weit ist, sollten die Sonnenstrahlen auch nach Solothurn gedrungen sein.

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