Hohe Qualität

soH-Kliniken für Palliative Care und Schlaganfälle zertifiziert

«Anders, als viele meinen, ist die Palliativstation im Akutspital nicht primär ein Sterbehospiz», schreibt die Solothurner Spitäler AG. (Symbolbild).

«Anders, als viele meinen, ist die Palliativstation im Akutspital nicht primär ein Sterbehospiz», schreibt die Solothurner Spitäler AG. (Symbolbild).

Die Palliativstation am Kantonsspital Olten hat das Label «Qualität in Palliative Care» erhalten und ist mit Höchstnoten zertifiziert worden. Ebenfalls mit Bestnoten ausgezeichnet wurde die neue geschaffene Stroke Unit am Bürgerspital Solothurn.

Wenn ein Patient einen Schlaganfall erleidet, muss es schnell gehen, denn mögliche Therapien gegen einen Hirnschlag müssen innerhalb von drei Stunden durchgeführt werden. Darum werden an Spitälern immer mehr sogenannte Stroke Units (Schlaganfallabteilungen) eingeführt, an denen eine Behandlung zeitnah und interdisziplinär erfolgen kann.

Nach einer halbjährigen, intensiven Vorarbeit wurde im November 2014 am Bürgerspital Solothurn eine Stroke Unit in Betrieb genommen, welche kürzlich mit Bestnoten zertifiziert worden ist.

Die Kennzahlen dürfen sich im nationalen und internationalen Vergleich sehen lassen: In der Regel gelang es innert einer halben Stunde die notwendigen Abklärungen und den Therapiestart durchzuführen. Bei einem Schlaganfall erfolgt die sogenannte Thrombolysebehandlung, eine medikamentöse Therapie, damit das verstopfte Blutgefäss im Gehirn wieder geöffnet werden kann.

«Bei der Zertifizierung der Stroke Unit am Bürgerspital Solothurn, welche von Neurologe Robert Bühler geleitet wird, wurde einerseits das hohe Fachwissen sämtlicher beteiligten Berufsgruppen gewürdigt und insbesondere die vorbildliche interdisziplinäre Zusammenarbeit», schreibt die Solothurner Spitäler AG (soH) in einer Mitteilung. 

Herausgestrichen worden sei die kontinuierliche Betreuung von der Notfallstation über die Radiologie, der Intensivstation und der Akutbettenstation. Als weitere Stärke sei die Möglichkeit hervorgehoben worden, auf die Kompetenz und die langjährige Erfahrung der Therapeutengruppen des Rehabilitationszentrums soH (Logopädie, Ergotherapie, Physiotherapie und Neuropsychologie) zurückgreifen zu können. 

Nicht primär ein Sterbehospiz

Mit Bestnoten zertifiziert wurde auch die Palliativstation des Kantonsspitals Olten unter der Leitung von Manuel Jungi. Auf der Palliativstation werden Patientinnen und Patienten mit
schweren, nicht-heilbaren Krankheiten betreut. Das Ziel der Betreuung ist, am Lebensende noch eine möglichst hohe Lebensqualität zu erreichen und die Symptome der Krankheit so zu behandeln,
dass Patienten auch wieder nach Hause gehen können. 

«Anders, als viele meinen, ist die Palliativstation im Akutspital nicht primär ein Sterbehospiz», so die soH. Das Ziel sei es vielmehr, im letzten Lebensabschnitt einen Umgang mit der Krankheit zu finden. Die Behandlung auf der Palliativstation erfolgt ebenfalls interdisziplinär: Ärzteschaft, Pflege, Sozialberatung, Psychoonkologie, Physiotherapie, Ergotherapie, Ernährungsberatung, Kunsttherapie oder Seelsorge arbeiten Hand in Hand.

Die soH sieht die Zertifizierung der Palliativstation als die Krönung eines Projektes, welches unter der Leitung von Ernst Näf, Pflegeexperte MNS, 2011 in Angriff genommen wurde.

Bei der externen Prüfung und Zertifizierung durch Experten seien insgesamt 56 Kriterien intensiv überprüft. Alle Kriterien seien erfüllt worden, schreibt die soH. 96 Prozent des Punktemaximums wurden erreicht. (mgt/szr)

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