Am Ufer des Lago Maggiore verbrachten 67 Solothurner Kinder eine vielseitige Lagerwoche. Neben einem täglich anforderungsreichen polysportiven Programm jeweils am Vormittag, blieb an den Nachmittagen viel Zeit für das schnuppern an frei ausgewählten Sportarten sowie für die vergnügliche Pflege der Kameradschaft.

Zum absoluten Höhepunkt des recht anspruchsvollen Sommerlagers in Tenero wurde der Mittwoch vergangener Woche, mit dem Ausflug auf den Monte Tamaro. Nach dem Aufstieg über die Alpe di Neggia erreichte man nach einer Höhenwanderung das auf etwa 2000 Meter über Meer gelegene Tagesziel. Via die Alpe Foppa, nach Vergnügen auf der Tyrolienne oder der Rodelbahn, folgte der Abstieg nach Rivera hinunter. Eine Topleistung der Kids von rund 20 Leistungskilometern, bei 2000 m Höhendifferenz. Lediglich einer mochte die Tour nicht mitmachen.

Volleyball-Training an schönster Lage am Lago Maggiore.

Volleyball-Training an schönster Lage am Lago Maggiore.

Vielseitiges Angebot

Mit Volleyball, Tennis, Kanu, Unihockey, dazu Gymnastik und Tanzen, war das diesjährige Angebot wie stets in den letzten Jahren recht und vielseitig. Für diese Disziplinen hatten sich die Teilnehmenden bereits vor dem Lagerbeginn fix anzumelden. Die acht Ausbildner, unter Lagerleiter Pascal Bussmann, waren so recht gefordert, galt es doch auch an den sogenannt «freien Nachmittagen» stets für fakultativ gewählte Disziplinen der Buben und Mädchen zur Verfügung zu stehen. Die diesjährige Ausgabe, die unter dem Motto «cool and clean» läuft, ist für Pascal Bussmann bereits das zehnte Sommerlager, das der Kriegstetter Lehrer als Hauptleiter führt.

Spass steht im Vordergrund

Sowohl Janina Linder aus Langendorf und Simon Bernhard aus Feldbrunnen, beide 16, als auch der 15-jährige Nico Gunzinger aus Solothurn haben zur Zeit noch keine konkreten Pläne, ob sie einmal selber J+S Leiter werden wollen. Sie haben einfach Spass am Lagerleben, dabei andere Jugendliche kennen zu lernen und in ihrer Sportart dazu zu lernen.

«Hier kann man alles vergessen», sagt Janina Linder, die bereit das zweite Mal in Tenero dabei ist, dem STV Langendorf angehört und beabsichtigt, Lehrerin zu werden. Sogar das dritte Mal ist Nico Gunzinger in Tenero dabei. Simon Bernhard und seine Schwester Aline sind auch bereits das dritte Mal im Tessin dabei. Der Kantischüler und FCS B Junior liebt Sport allgemein und schliesst nicht aus, einmal Sportlehrer zu werden. Eher wenige haben im Lager bereits klare Vorstellungen selber einmal Jugend+Sport-Leiter zu werden.

Erfolg trotz Handy-Verbot

Was noch vor zwei Jahren viel zu reden gab – ein Lager ohne Handy und andere elektronischen Geräte – ist heute bei den Solothurnern bereits zur Selbstverständlichkeit geworden. «Die anfänglichen Befürchtungen, dass viele Kinder wegen dieses Verbotes nicht mehr mitkommen würden, haben sich nicht bewahrheitet», so Lagerleiter Bussmann. Eher das Gegenteil sei der Fall: «Die Kinder schätzen die zusätzliche Freiheit, nicht immer erreichbar zu sein, und geniessen die dadurch gewonnene Zeit welche für Gespräche und Spiele aufgewendet werden kann», ist er überzeugt.

Grundsätzlich sei das Tenero-Lager für alle Beteiligten eine wunderbare Sache und komme bei den Kindern sehr gut an. So haben laut Bussmann bisher auch nur ganz selten Teilnehmende nach Hause geschickt werden müssen.