Das Ziel der Aktion ist einfach: Nez Rouge will die Anzahl der Verkehrsunfälle, die durch eingeschränktes Fahrvermögen verursacht werden, reduzieren und damit so vielen Menschen wie möglich eine unbeschwerte Weihnachtszeit ermöglichen. Es muss nicht zwingend der Alkohol sein, der das Fahrvermögen beeinträchtigt. Müdigkeit und Medikamente sind nur zwei weitere Gründe, um im Dezember zum Telefon zu greifen und den kostenlosen Heimfahrservice von Nez Rouge in An-spruch zu nehmen.

Der Sicherheitsgedanke, der hinter Nez Rouge steht, scheint in der Bevölkerung der Region Solothurn/Oberaargau definitiv angekommen zu sein. Diesen Schluss lässt sich aus der Aktion 2016 ziehen. Schon zum Start am ersten Dezemberwochenende hatten ihre Helferinnen und Helfer keine freie Minute.

Am Freitag, 2. Dezember 2016 kurz nach 22 Uhr klingelte das Telefon zum ersten Mal und innert kurzer Zeit waren alle Teams unterwegs. An den ersten zwei Wochenenden der Aktion 2016 durfte Nez Rouge 341 Personen in 172 Fahrten sicher nach Hause bringen. Das waren schon elf Fahrten und zwölf Personen mehr als im Vorjahr.

Wie Nez Rouge Solothurn mitteilt, durften sie bis zur Silvesternacht 61 Fahrten mehr machen als 2015. Die mit Abstand stärkste Nacht war jene vom 23. auf den 24. Dezember mit 83 Fahrten – das gab es ausser an Silvester noch nie.

Nicht alles verlief allerdings so wie geplant. Zu schaffen machten der Aktion die knappen Platzverhältnisse am Standort der Einsatzzentrale in Balsthal. Aufgrund eines Umbaus stan-den nur zwei kleine Schulungscontainer zur Verfügung. Diese reichten gerade in der Silves-ternacht für die über 90 Freiwilligen nicht aus, so dass auf ein neues Verfahren der Teameinteilung ausgewichen werden musste.

Um die grosse Nachfrage nach dem Heimfahrdienst decken zu können, mussten zusätzliche Teams zusammengestellt werden. Nur dank Mithilfe der Medien ist es schliesslich noch rechtzeitig gelungen, die dafür notwendigen Freiwilligen zu rekrutieren.

Nun ist das neue Jahr eingeläutet, die letzten Korkenknaller sind verstummt und Nez Rouge bricht seine Zelte wieder ab. Was bleibt, sind die zahlreichen schönen Erlebnisse und Eindrücke, die Vorfreude auf die Aktion 2017 und bei den „Nachhause-Gefahrenen“ hoffentlich das Ziel der Sensibilisierungsaktion: Den Schlüssel abzugeben, wenn er oder sie sich nicht mehr fit fühlt zum Autofahren.

Nez Rouge Solothurn bedankt sich bei den zahlreichen Freiwilligen, ohne deren Einsatz die Dienstleistung nicht erbracht werden könnte. Ein weiterer Dank geht an unsere nationalen und regionalen Sponsoren für deren Engagement. Zu unseren nationalen Sponsoren gehören:

Fonds für Verkehrssicherheit, Planzer Transport AG, Helvetia-Versicherungen, Prodega / Growa / Trans-gourmet und Swisscom (Suisse) SA. Unsere regionalen Partner sind die Garagen Oehrli & Schär, W. Ulrich, Auto Steiner AG, das Autospritzwerk Müller AG und die Carrosserie Gabi AG. Weitere Unterstützung erhalten wir vom VSZ Mittelland, der Bäckerei-Konditorei Felber AG, Rivella AG, Dietschi Borner AG, bizTec GmbH und Radio 32.

Sie alle unterstützen Nez Rouge mit Werbung, Fahrzeugen, Verpflegung und logistischen Gütern. Ohne sie wäre eine Aktion Nez Rouge nicht denkbar. (mgt)