Kanton Solothurn
«SO talentiert»: Mit neuem Projekt gegen den Fachkräftemangel

Den Solothurner Unternehmen sollen auch künftig genügend Fachkräfte zur Verfügung stehen. Die Handelskammer und der Gewerbeverband haben dafür ein Projekt gestartet: «SO talentiert - Fachkräfte für den Kanton Solothurn».

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Das Interesse für MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) soll gesteigert werden. (Archiv)

Das Interesse für MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) soll gesteigert werden. (Archiv)

Keystone

An einer Pressekonferenz präsentierten die Solothurner Handelskammer (SOHK) und der Solothurnische Gewerbeverband (kgv) am Donnerstagmorgen das neue Projekt. Sie zielen darauf ab, dass den Solothurner Unternehmen auch künftig genügend Fachkräfte zur Verfügung stehen, «damit sie ihre Spitzenleistungen weiterhin erbringen können».

Mit bereits vorhandenen und zahlreichen neuen Massnahmen soll das Interesse für Technik und Naturwissenschaften geweckt, das Image von technischen Berufen verbessert, die Rekrutierungspraxis optimiert, neue Fachkräfte durch Ausbildung hervorgebracht und der demographischen Wandel abgefedert werden.

Um diese Ziele zu erreichen, wird dem Fachkräftemangel mit drei Stossrichtungen entgegengetreten:

1. Bestehende Kräfte bündeln: Initiativen koordinieren

Bereits heute existieren verschiedene Initiativen, welche direkt oder indirekt das Ziel verfolgen, den Fachkräftemangel zu bekämpfen (z.B. BIM Berufsinfo-Messe, Berufsinfotag Transportlogistik, IBLive...). Das Projekt «SO talentiert! - Fachkräfte für den Kanton Solothurn» bildet ein Dach für alle diese Anstrengungen. So sollen Doppelspurigkeiten vermieden werden. Zudem sollen im Erfahrungsaustausch und in der Kooperation neue Ansätze entwickelt und umgesetzt werden können.

2. Neue Massnahmen ergreifen: Bekannte Lücken schliessen

In den Jahren 2014 und 2015 werden 11 verschiedene Massnahmen umgesetzt. Das Massnahmenspektrum reicht dabei von der Einladung von Schulklassen in ein Schulungszentrum für überbetriebliche Kurse zwecks Steigerung des Interessens für die MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik), über die Installation der Video-Plattform www.DeinBeruf.ch um Berufsbilder zu vermitteln, bis hin zur Begleitung von Solothurner Studierenden, mit dem Ziel, diese nach Studienabschluss als Fachkräfte wieder in den Kanton zurückzuholen.

3. Controlling & Projektentwicklung: Lücken entdecken und schliessen

Die umgesetzten Massnahmen werden kontrolliert. Dabei soll insbesondere die Wirksamkeit laufend überprüft werden. Zudem sollen die Analysen zum Fachkräftemangel vertieft und erweitert werden, um den Ursachen weiter auf den Grund zu gehen. Basierend auf dieser erweiterten Ursachenforschung werden neue Massnahmen abgeleitet und Lücken, die der Fachkräftemangel in die Solothurner Wirtschaft reissen könnte, geschlossen.

Technische Fachkräfte fehlen

Der Fachkräftemangel beschäftigt die Solothurner Unternehmen seit Jahren. «Spezialisten und Fachkräfte sind knapp. In Zukunft werden sie sogar noch knapper werden», sagte Regierungsrätin Esther Gassler. Wie knapp, hänge letztendlich auch von der Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative ab.

Das Projekt «SO-talentiert! - Fachkräfte für den Kanton Solothurn» soll dieser Herausforderung frühzeitig begegnen.

Bund und Kanton unterstützt das Vorhaben im Rahmen der Neuen Regionalpolitik (NRP). Es ist bereits das dritte Projekt gegen den Fachkräftemangel, das der Kanton seit 2012 mit Mitteln aus der NRP unterstützt. (ldu)

An der Medienkonferenz dabei: von links: Christian Hunziker (Projektleiter, Handelskammer), Urs Schmid (Projektleiter Berufsbildung, Gewerbeverband), Regierungsrätin Esther Gassler und Daniel Probst (Direktor Handelskammer)

An der Medienkonferenz dabei: von links: Christian Hunziker (Projektleiter, Handelskammer), Urs Schmid (Projektleiter Berufsbildung, Gewerbeverband), Regierungsrätin Esther Gassler und Daniel Probst (Direktor Handelskammer)

Hansjörg Sahli

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