Wahlen Kanton Solothurn
So schnitten die Parlamentarier in ihren Wohngemeinden ab

Sechs Nationalräte und ein Ständerat wurden am Sonntag gewählt. Wie viele Stimmen bekamen sie aus ihren Wohngemeinden? Nicht alle sind dort auch an der Spitze dabei.

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Gewählte, Abgewählte, nicht Gewählte: Wer hat wie abgeschnitten?

Gewählte, Abgewählte, nicht Gewählte: Wer hat wie abgeschnitten?

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Zuerst werfen wir mal einen Blick auf die Ständeratskandidaten:

Pirmin Bischof (CVP, bisher) schaffte es am Sonntag als einziger Kandidat im 1. Wahlgang. Werfen wir einen Blick auf die Kantonskarte, zeigt sich: Orange dominiert. 20 Gemeinden gaben Roberto Zanetti (SP) und vier Gemeinden Christian Imark (SVP) am meisten Stimmen.

zvg

Pirmin Bischof (CVP) bekam in seiner Wohngemeinde Solothurn 25.01 % der Stimmen (2903). Überholt und dicht gefolgt wird er jedoch von linken Kandidaten. Roberto Zanetti (SP) bekam am meisten Unterstützung: Er holte 33.68% der Stimmen, Felix Wettstein 21.57%.

In Gerlafingen wählten 39.07% (676) Roberto Zanetti (SP). Auf Pirmin Bischof (CVP) fallen mit 25.48% fast 14 % weniger. Platz 3 geht an Christian Imark (16.52%).

In Fehren gingen 214 Stimmberechtigte an die Urne. Am meisten Stimmen gingen jedoch nicht an den «eigenen» Kandidaten. An CVPler Pirmin Bischof gingen 33.06%. Christian Imark (SVP) holte 29.17% (105). Mit grossem Abstand folgt Roberto Zanetti (SP) auf Platz 3 (17.50%).

Aus Olten kommen gleich zwei Ständeratskandidaten. Allerdings mischt nur einer vorne mit. Felix Wettstein (Grüne) holt 23.88% (2319), währen FDP-Kandidat Stefan Nünlist in der Dreitannenstadt mit 14.68% (1426) den zweitletzten Platz macht. Das Krönchen geht an Roberto Zanetti, der 29.82% der Stimmen vereint. Pirmin Bischof folgt auf Platz 3 mit 21.73%.

Und jetzt die bisherigen, neugewählten und abgewählten Nationalräte:

Stefan Müller-Altermatt (CVP) holt in Herbetswil 15.26%. In keiner anderen Gemeinde gab es so viele Stimmen für den bisherigen Nationalrat. Am nächsten kommt Nachbarsgemeinde Aedermannsdorf mit 11.89%.

Walter Wobmann (SVP) holt 8.11% (368) in Gretzenbach. Mehr Stimmenanteil gibts für ihn jedoch in Däniken (8.41%).

Aus Fehren bekommt Christian Imark (SVP) mit 15.58% am meisten Zustimmung. Am zweitmeisten Stimmen gibts dann von den Stimmberechtigten in den Nachbargemeinden Zullwil (11.21%) und Nunningen (11.29%).

Aus Solothurn sind neu zwei Politiker im Nationalrat vertreten. Der bisherige Kurt Fluri (FDP) holte 2'352 Stimmen (6.51%). Die Fluri-Hochburg ist Feldbrunnen-St.Niklaus: 10.37% der Stimmen gingen an den Freisinnigen.

Mehr Stimmen holte in Solothurn Franziska Roth (SP). Für sie gab es 6.82% oder 2463 Stimmen. Kein Kandidat oder keine Kandidatin bekam mehr Stimmen. Und aus keiner anderen Gemeinde gab es prozentual mehr Stimmen.

3.39 % der Stimmen aus Olten gingen an Felix Wettstein (Grüne). In Zahlen ausgedrückt sind dies 1'099. Höher ist der Prozentsatz nur in Lüsslingen-Nennigkofen ausgefallen (3.74%). In Olten machten die SP-Kandidaten Peter Gomm (1'191) und Urs Huber (1'271) mehr Stimmen als Wettstein.

Für Philipp Hadorn (SP) reichte es am Sonntag nicht. Er muss seinen Platz im Nationalrat räumen. Die Solothurner SP ist künftig nur noch mit einer Vertretung in Bern. 8.49% (456 Stimmen) gab es für Hadorn in Gerlafingen. Das ist mit Abstand der höchste Wert. Aus Hüniken gab es noch 6.08%. An Franziska Roth gingen aus Gerlafingen 266 Stimmen. Die SVP-Kandidaten Walter Wobmann holten 257 bzw. 256 Stimmen, Kurt Fluri deren 204.

Die gewählten Parlamentarier: Kurt Fluri (FDP), Walter Wobmann (SVP), Christian Imark (SVP), Pirmin Bischof (CVP), Franziska Roth (SP), Stefan Müller-Altermatt (CVP) und Felix Wettstein (Grüne)
39 Bilder
Pirmin Bischof (CVP) wirft seinen Strauss in die Höhe
Walter Wobmann (SVP)
Staenderats- und Nationalratswahlen Solothurn
Felix Wettstein
Ein erstes Fotoshooting im Wahlzentrum
National-und Ständeratswahlen Kanton Solothurn 2019 National-und Ständeratswahlen 2019: Stefan Müller-Altermatt CVP
National-und Ständeratswahlen Kanton Solothurn 2019 National-und Ständeratswahlen 2019: Kurt Fluri FDP
Bei den Grünen in der Wahlzentrale
Bei den Grünen werden die Ergebnisse studiert
Felix Wettstein freut sich über den Erfolg seiner Partei
Felix Wettstein und Parteipräsidentin Laura Gantenbein
Franziska Roth und Barbara Wyss Flück
Die BDP hat sich in der Wirthen versammelt.
In der CVP-Wahlzentrale
Bei der FDP
Johanna Bartholdi (FDP) in der Parteizentrale
Philipp Hadorn musste seinen Sitz Franziska Roth abgeben
Zurück im Wahlzentrum
Felix Wettstein am Telefon
Pirmin Bischof und der ehemalige Regierungsbeauftragte Dagobert Cahannes
Christian Imark (SVP)
Pirmin Bischof freut sich über sein Resultat
Laura Gantenbein, Parteipräsidentin der Grünen
Roberto Zanetti und Pirmin Bischof kamen zusammen ins Wahlzentrum
Im Wahlzentrum stehen die Blumen bereit
Ständeratskandidat Stefan Nünlist am frühen Nachmittag
Regierungsrat Roland Heim, Sandra Kolly (Präsidentin CVP) und Pirmin Bischof (CVP-Ständerat)
Philipp Hadorn verliert sein Nationalratsmandat
Das Online-Team der Solothurner Zeitung im Einsatz
Das Online-Team der Solothurner Zeitung im Einsatz
SRF vor Ort
Viel Aktivität im Medienzentrum
Laura Gantenbein, Felix Wettstein, Franziska Roth stossen an
 Emotionen bei Franziska Roth
Philipp Eng, bestgewählter Jungfreisinniger
FDP-Parteipräsident und Ständeratskandidat spricht von einem «leicht durchzogenen Resultat»
Die Grünen feiern ihren Nationalratssitz

Die gewählten Parlamentarier: Kurt Fluri (FDP), Walter Wobmann (SVP), Christian Imark (SVP), Pirmin Bischof (CVP), Franziska Roth (SP), Stefan Müller-Altermatt (CVP) und Felix Wettstein (Grüne)

Hanspeter Bärtschi