Leichter Anstieg

So hoch sind die Krankenkassenprämien im Kanton Solothurn – die Übersicht

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Im Kanton Solothurn steigt die mittlere Prämie der obligatorischen Krankenpflegeversicherung im nächsten Jahr nur leicht um 0.1 Prozent. Wir zeigen Ihnen im Überblick, wie viel Solothurner für die Grundversicherung zahlen müssen.

Für Solothurner Erwachsene ab 26 Jahren erhöht sich die Monatsprämie für die obligatorische Krankenversicherung inklusive Wahlfranchisen und Modelle im Schnitt um 0,2 Prozent auf 372.20 Franken. Das geht aus den am Dienstag veröffentlichten Unterlagen des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) hervor. Die mittlere Prämie für diese Bevölkerungsgruppe wird um 70 Rappen teurer.

Für junge Erwachsene im Alter von 19 bis 25 Jahren steigt die Prämienbelastung im Durchschnitt um 0,1 Prozent auf 254.60 Franken. Die Differenz beträgt 20 Rappen. Für Kinder bis 18 reduziert sich die mittlere Prämie um 0,1 Prozent oder um 10 Rappen auf 96.50 Franken.

In diesem Jahr war die mittlere Krankenkassenprämie für alle Solothurner Versicherten um 0,3 Prozent gesunken. Die mittlere Prämie entspricht der durchschnittlichen Prämienbelastung pro Person.

Wie hoch die Prämien der Grundversicherung bei den verschiedenen Krankenkassen sind, erfahren Sie in dieser Grafik:

Prämien sinken in einigen Kantonen

Besonderen Grund zur Freude dürfen die Versicherten in den Kantonen Aargau, Appenzell Innerrhoden, Neuenburg, Obwalden, Schaffhausen, Schwyz und Zürich haben. In diesen Kantonen sinkt die Prämienlast sogar. Am stärksten in Appenzell Innerrhoden (-1,6 Prozent), aber auch in Zürich fällt sie mit -0,7 Prozent deutlich aus.

Am deutlichsten drückt der Prämienanstieg aufs Portemonnaie von Bewohnern und Bewohnerinnen der Kantone Baselland, Jura, Luzern, Nidwalden, Thurgau, Tessin und Wallis. Dort steigen die Prämien um mehr als 1 Prozent an. Tessiner bezahlen nächstes Jahr im Schnitt 2,1 Prozent mehr, Jurassier 2 Prozent. In den restlichen Kanton bewegt sich der durchschnittliche Anstieg unter 1 Prozent. Die Prämien werden jeweils so berechnet, dass sie die geschätzten Kosten des kommenden Jahres decken können.

Profitieren können die Versicherten zudem von einem Ausgleich bisher zu viel erhobenen Prämien von 183 Millionen Franken und einem freiwilligen Reserveabbau der Versicherer von 28 Millionen Franken. Das BAG hat diese Rückvergütungen an die Versicherten genehmigt. «Das entspricht einer Gesamtsumme von 211 Millionen Franken, die an die Versicherten zurückfliesst», heisst es in der Mitteilung. Zum Vergleich: Im laufenden Jahr hat das BAG Reserveabbaupläne von 27 Millionen Franken genehmigt. Ein Jahr zuvor bewilligte es Ausgleichszahlungen von 158 Millionen.

Reserven übersteigen erstmals 11-Milliarden-Grenze

Insgesamt würden die Reserven der Versicherer 2020 die 11-Milliarden-Franken-Grenze übersteigen. Das ist ein neuer Rekord. Grundsätzlich sei dies zwar positiv, schreibt das Bundesamt für Gesundheit. Aber «der Bundesrat ist jedoch der Ansicht, dass eine Mehrheit der Versicherer noch über zu hohe Reserven verfügt.» Erst letzte Woche hat die Regierung vorgeschlagen, die entsprechende Verordnung anzupassen. Damit sollen für die Krankenversicherer Anreize geschaffen werden, Prämien möglichst kostengerecht zu berechnen und übermässige Reserven abzubauen.

Der Vorschlag des Bundesrates befindet sich derzeit in der Vernehmlassung. Ebenso eine andere Vorlage, von welcher sich die Regierung eine Senkung der Prämienlast verspricht: Mit dem zweiten Massnahmenpaket des Kostendämpfungsprogramms will die Landesregierung unter anderem erreichen, dass vor einer Konsultation durch einen Spezialisten erst ein Hausarzt oder eine Gemeinschaftspraxis aufgesucht werden muss. Insgesamt erhofft sich der Bundesrat von diesem Paket Kostensenkungen im Gesundheitswesen von knapp einer Milliarde Franken. (mg/sda) 

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