Vorstoss
Situation bei Hausärzten ist noch nicht dramatisch

Die Regierung stuft den Vorstoss von SP-Kantonsrat Simon Bürki «Massnahmen gegen Hausärztemangel» als nicht dringlich ein.

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«Es braucht die Hausärzte», sagt Interpellant Simon Bürki.

«Es braucht die Hausärzte», sagt Interpellant Simon Bürki.

KEYSTONE

Bekanntlich ist der Hausärztemangel überall in der Schweiz gross – auch im Kanton Solothurn. Kantonsrat Simon Bürki (SP, Biberist) erklärte, dass in nächster Zukunft rund 20 Prozent der Solothurner Hausärzte in Pension gingen. Ihn stört, dass es im Kanton keine Strategie dagegen gibt. Es gebe keine definierte Ärztedichte.

Besonders in ländlichen Randregionen mangle es an Hausärzten. Das würden auch die immer öfters gegründeten Gruppenpraxen, wie dies von der Regierung als Gegenmassnahme in der Beantwortung der Interpellation erwähnt wurde, nicht verhindern. Denn diese würden nicht in Randregionen, sondern eher in den Agglomerationen entstehen, so Bürki.

Die Notfallkonsultationen in den Spitälern, auf welche die Regierung ebenfalls verweist, seien gerade wegen der fehlenden Hausärzte so zahlreich. Bürki: «Es braucht die Hausärzte.» Der Interpellant will, dass die Regierung bei einer Revision des Gesundheitsgesetzes griffige Massnahmen trifft.

Bürki zeigte sich enttäuscht, dass die Regierung die Dringlichkeit seiner Interpellation nicht sieht und er fragt sich, wann die Situation genügend dramatisch für eine Umsetzung sei. Im Gegensatz zum Interpellanten zeigten sich die Sprecher der anderen Parteien mit den Antworten der Regierung zufrieden. (frb)