Vorschlag
Sieht so der Solothurner Regierungsrat ab 2013 aus?

Vor einer Woche hat die az Solothurner Zeitung eine erste Auslegeordnung zu den Regierungsratswahlen im kommenden Jahr präsentiert. Heute folgen konkrete Vorschläge zur Zusammensetzung der neuen Regierung 2013 bis 2017.

Theodor Eckert
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Solothurner Regierungsrat ab 2013?
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Peter Gomm (SP)
Brigit Wyss von den Grünen ZUR BUNDESRATSKANDIDATUR DER GRUENEN STELLEN WIR IHNEN AM FREITAG, 3. SEPTEMBER 2010 FOLGENDES ARCHIVBILDZUR VERFUEGUNG - Brigit Wyss, Nationalraetin Gruene-SO, spricht waehrend einer Medienkonferenz zum Thema "Die strategische politische Steuerung des Bundesrates" am Dienstag, 23. Maerz 2010, in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)
Kurt Fluri (FDP)
Remo Ankli (FDP)
Roland Fürst (CVP)

Solothurner Regierungsrat ab 2013?

AZ

Davon sind vier Mitglieder neu. Würden nämlich Walter Straumann, Christian Wanner, Klaus Fischer und Esther Gassler nochmals antreten, wären sie Ende der kommenden Legislatur (und halbe Sachen wollen wir nicht) stolze 74, 70, 69 und 66 Jahre alt.

Haben denn nicht auch sie ihren Ruhestand verdient? Ist die Personaldecke im Kanton wirklich so dünn, dass wir verdiente Regierungsräte, die mit ihrer ganzen Schaffenskraft mehrere Amtsperioden geprägt haben, nicht zu ersetzen vermögen? Doch, wir könnten. Deshalb: Peter Gomm, klar der Jüngste, bleibt nicht zuletzt als Kontinuitätsfaktor im Amt.

Konturen in der Schweiz von morgen

Seine neue Kollegin, seine neuen Kollegen heissen: Brigit Wyss von den Grünen, die Freisinnigen Kurt Fluri und Remo Ankli sowie der CVP-Vertreter Roland Fürst. Alles erfahrene, konsensorientierte Politiker, für die Führungsverantwortung kein Fremdwort ist. Zudem sind sie mit unterschiedlichen Rucksäcken ausgestattet. Gemeinsam sind sie in der Lage, dem Kanton zusätzliche Konturen in der Schweiz von morgen zu verleihen.

Regierungsratswahlen sind Personenwahlen. So gesehen ist die parteipolitische Zusammensetzung vertretbar, zumal die CVP im nationalen Parlament auf ihre Rechnung kommt. Etwas anders sieht es für die SVP aus. Sie muss sich weiter gedulden, sticht doch aus ihren Reihen beim besten Willen kein passender Name heraus. Leider. Die wählerstärkste Partei verfügt auch im Kanton Solothurn lediglich über zu unerfahrene respektive verfahrene Kandidaten. Hier gilt: Kommt Zeit, kommt Sitz in der Regierung.

 Theodor Eckert, Chefredaktor der az Solothurner Zeitung

Theodor Eckert, Chefredaktor der az Solothurner Zeitung

Hanspeter Bärtschi

Neue solide Regierung

Das Quintett Ankli, Fluri, Fürst, Gomm und Wyss zählt nicht gerade zu den Feuerschluckern. Und trotzdem würden sie eine neue solide Regierung bilden, eben eine gut solothurnische. Dieses disharmonische Szenario soll auch primär die Lust aufs Debattieren austesten - das Salz in der demokratischen Suppe. Bin echt gespannt auf die Reaktionen.