Spitalseelsorge
Sie pflegen die Seelen der Kranken

Im zehnköpfigen Team der ökumenischen Spitalseelsorge der Solothurner Spitäler gibt es zwei neue Gesichter. In ihrer ökumenischen Zusammenarbeit ist die Spitalseelsorge im Kanton Solothurn pionierhaft.

Tilmann Zuber
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Gemeinsam für die ökumenische Spitalseelsorge (von links): Bernadette Rickenbacher (Präsidentin römisch-katholischer Synodalrat), Leni Hug (Spitalseelsorgerin Olten, ref.), Verena Enzler (Präsidentin evangelisch-reformierter Synodalrat), Franz Schwaller (Direktor Kantonsspital Olten), Claudia Schuler-Schwabenhaus (Spitalseelsorgerin Dornach, röm.-kath.), Arno Stadelmann (Bischofsvikar), Hans A. Nikol (Spitalseelsorger Olten, röm.-kath.), Irene Muster-Knuchel (Spitalseelsorgerin Olten, röm.-kath.).

Gemeinsam für die ökumenische Spitalseelsorge (von links): Bernadette Rickenbacher (Präsidentin römisch-katholischer Synodalrat), Leni Hug (Spitalseelsorgerin Olten, ref.), Verena Enzler (Präsidentin evangelisch-reformierter Synodalrat), Franz Schwaller (Direktor Kantonsspital Olten), Claudia Schuler-Schwabenhaus (Spitalseelsorgerin Dornach, röm.-kath.), Arno Stadelmann (Bischofsvikar), Hans A. Nikol (Spitalseelsorger Olten, röm.-kath.), Irene Muster-Knuchel (Spitalseelsorgerin Olten, röm.-kath.).

Tilmann Zuber

Es war eine eindrückliche Schar, die im Kantonsspital Olten zusammengekommen war. Vorne sassen die Patienten in den Rollstühlen, auf der Seite lagen sie in den Betten.

Im feierlichen Gottesdienst erteilte Arno Stadelmann, Bischofsvikar des Bistums Basel, Hans A. Nikol (Oftringen) und Claudia Schuler-Schwabenhaus (Aesch BL) die Missio canonica.

Mit dem Schreiben, das Stadelmann verlas, gab Bischof Felix Gmür den beiden den Auftrag, als Spitalseelsorger zu wirken. Nikol wird seine Arbeit im Spital Olten aufnehmen, Schuler im Spital Dornach.

Zahlreiche Gäste nahmen am Gottesdienst teil, unter ihnen die beiden Präsidentinnen der Synodalräte der reformierten und der katholischen Kantonalkirche, Verena Enzler und Bernadette Rickenbacher, sowie Franz Schwaller, Direktor des Kantonsspitals Olten.

Ökumenische Pioniertat

Die ökumenische Spitalseelsorge im Kanton Solothurn gilt schweizweit als Pioniertat. Während sich die Amtskirchen vermehrt auf ihr eigenes Profil konzentrieren und von der Ökumene abwenden, hat der Kanton Solothurn 2007 die konfessionell getrennte Spitalseelsorge auf eine ökumenische Basis gestellt. Den Anstoss dazu gab die Solothurner Interkonfessionelle Konferenz (Siko).

Um dies zu bewerkstelligen, mussten sich die drei Landeskirchen (die christkatholische, die evangelisch-reformierte und die römisch-katholische), die Solothurner Spital AG (soH) und der Kanton zusammenfinden. – Keine Selbstverständlichkeit. Dazu brauche es die Offenheit und Unterstützung aller Partner, meinte Leni Hug, Seelsorgerin am Kantonsspital Olten.

Zehn Seelsorger im Einsatz

An den verschiedenen Standorten der Solothurner Spitäler AG – Bürgerspital Solothurn, Kantonsspital Olten, Spital Dornach und Psychiatrische Klinik Solothurn – stehen insgesamt zehn Theologinnen und Theologen im Einsatz. Die Mitarbeitenden der ökumenischen Seelsorge sind jeweils in der eigenen Konfession verankert, aber offen für alle.

Spezielle Anlässe wie die Eucharistiefeier und Krankensalbungen übernimmt im Kantonsspital Olten das nahe Kapuzinerkloster.

Seit Jahren begleiten Freiwillige am Sonntagmorgen Patientinnen und Patienten von den einzelnen Stationen und Häusern zum Gottesdienst im Mehrzweckraum.