Blasmusikverband
Sie hätten gerne den Applaus aller Delegierten genossen

Grenchen wird im Mai 2017 Austragungsort des Kantonalen Jugendmusikfestes. Nicht ganz zufrieden war man an der Delegiertenversammlung mit dem Verhalten einiger Delegierter.

Hans Blaser
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Der Vorstand neu; v.l.: Charlie Schmid, Stefan Berger, Christian Röthlisberger, Nicole von Bergen, Ueli Nussbaumer, Dieter Semling, Nicolas Bader, Gabi Schnyder, Toni Galliker.

Der Vorstand neu; v.l.: Charlie Schmid, Stefan Berger, Christian Röthlisberger, Nicole von Bergen, Ueli Nussbaumer, Dieter Semling, Nicolas Bader, Gabi Schnyder, Toni Galliker.

Hans Blaser

Knapp 200 Personen durfte Präsident Ueli Nussbaumer zur 113. Delegiertenversammlung des Solothurner Blasmusikverbandes begrüssen. Zwar fanden nicht ganz alle den Weg nach Messen in den südlichsten Zipfel des Kantons einfach. Wer aber die wunderschöne neue Mehrzweckhalle gefunden hatte, erlebte eine entspannte Versammlung.

Nicht ganz ohne Grund stand diese unter dem Motto «Verantwortung». So schafften es sieben von den nach dem Austritt der MG Kriegstetten noch 83 verbleibenden Verbandsvereinen nicht, jemanden an die Versammlung zu delegieren.

Die Jahresberichte spiegeln das abgelaufene Verbandsjahr. Der Präsident verweist auf die Bedeutung der Musiktage besonders in Jahren ohne Musikfeste. Genossen hat er die Marschmusikparade in Solothurn mit dem eindrücklichen Gesamtchor auf der St.-Ursen-Treppe als krönenden Abschluss. Gefreut haben ihn die je beiden Abschlusskonzerte des Jugend Brass Band Lagers und des Jugendblasorchester Lagers. Charlie Schmid als Präsident der Musikkommission rückt den personellen Umbruch im Gremium in den Fokus

Da suchen junge Kräfte auf ihre Weise den Verband in musikalischer Hinsicht aktuell zu halten. Vertieft wird offensichtlich die Zusammenarbeit mit der Jugendkommission, der zweiten Subkommission. Das geht auch aus deren präsidialem Jahresbericht von Marco Nussbaumer hervor.

Die Kommission setzte ihre Schwerpunkte auf die beiden Jugendlager. Weder zu der von Kassier Dieter Semling kommentierten, nahezu ausgeglichenen Rechnung noch zum Budget gab es ein Wortbegehren. Logischerweise wurde somit auch der Jahresbeitrag beibehalten.

Grenchen war alleiniger Kandidat

Für die bereits im letzten Jahr beschlossene Durchführung eines Kantonalen Jugendmusikfestes 2017 ging eine einzige Bewerbung ein. Stadtpräsident François Scheidegger präsentierte sie als Botschafter des Vereins.

Vorgesehen ist das Fest am Wochenende 19. bis 21. Mai 2017. Als Festzentrum ist das Parktheater angedacht. Mit Applaus vergab die Versammlung das Fest an die Stadtmusik Grenchen.

Präsident wird zurücktreten

Zu akzeptieren gab es Demissionen. Die gewichtigste, auf die nächste DV 2017 kam vom Präsident. Aktuell ist jedoch die Demission aus dem Vorstand von Nicole von Bergen, Konrad Widmer und Hans Blaser. Nicole von Bergen betreut aber weiterhin die Geschäftsstelle. Aus der Musikkommission ausgetreten ist Heinz Sinniger. Immerhin konnte mit Toni Galliker aus Flumenthal ein neues Vorstandsmitglied gewählt werden. Er wird als Veteranenobmann die Nachfolge von Konrad Widmer antreten.

Schliesslich verliehen die Delegierten für ihr langjähriges Wirken die Ehrenmitgliedschaft an Heinz Sinniger und Hans Blaser. Passend in die angenehme Atmosphäre fügten sich die durchweg exzellenten Statements von nacheinander Landammann Roland Heim, Sigi Aulbach (SBV), Oberst Philipp Wagner (Militär) und Gemeindepräsidentin Marianne Meister als besonderer Gäste ein.

Betrüblich und in krassem Widerspruch zum Motto findet der Vorstand die beträchtliche Zahl Delegierter, welche die DV vor der abschliessenden Veteranenehrung verlassen haben. Zwar wurden die Veteranen für 35 Aktivjahre schon an den Musiktagen gefeiert. Ihre offizielle Ernennung zu Eidgenössischen Veteranen erhielten sie aber erst an der Versammlung. Sie hätten sicher gerne den Applaus aller Delegierten genossen.

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