Zum Nachkochen

Shootingstar Norman Hunziker kreiert Silvester-Dreigänger – und gibt Tipps im Video

Mit Kaviar, Hummer oder exotischem Fleisch etwas Besonderes auf den Teller zu bringen, ist für Jungstar-Koch Norman Hunziker (23) aus Arch im Berner Seeland normal. Jetzt hat er ausnahmsweise ein Menü zum Nachkochen kreiert.

«Culinary Artist» nennt sich der Archer Shootingstar der Schweizer Kochszene Norman Hunziker (23). Doch neben seinen vielen Engagements fürs Kochen, Foodstyling und der Rezeptentwicklung, als Produkttester und Referent fand er noch Zeit, für unsere Leser ein dreigängiges Silvestermenü zu kreieren und zu kochen.

Eben erst hat der Kapitän der Junioren Schweizer Nationalmannschaft der Köche an den Culinary World Cup (Koch-WM) in Luxemburg mit seinem achtköpfigen Team den Vize-Weltmeistertitel geholt, nun steht er in der Kursküche der Eisenring AG, im ehemaligen Puma-Gebäude in Oensingen und rüstet Gemüse für das Safransüppchen. «Es war eine Herausforderung für mich, einen Dreigänger zu kreieren, der nicht allzu aufwendig punkto Zutaten und Herstellung ist», gibt der leidenschaftlich Kreative zu.

Seine Aufgabe bestand darin, ein Silvestermenü vorzuschlagen, welches eine Hausfrau oder ein Hobbykoch zustande bringt. «Es gibt ein Safransüppli mit Speckmilchschaum, Roastbeef mit Dörrzwetschgen-Sauce und Marroni-Gnocchis und zum Dessert eine Crème Brûlée mit Berner Strübeli.»

Norman Hunziker kocht und verrät zu jedem Menüpunkt einen Profi-Tipp

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Tönt alles gar nicht so schwierig, doch will man Hunzikers Gaumen-Niveau erreichen, ist grösste Sorgfalt bei der Zubereitung und ausgefeilte Kochtechnik nötig. «In der Einfachheit liegt auch die Schwierigkeit», bestätigt der Koch und berichtet, dass er in seiner Haupttätigkeit als Private Chef viel unterwegs ist. Sei es in der Schweiz oder im Ausland – er werde für ein Fest oder ein besonderes Essen gebucht und bringt dazu selbst alles mit: Von den Zutaten über das Geschirr bis zum Servierpersonal.

Mit Kaviar, Hummer oder exotischem Fleisch etwas Besonderes auf den Teller zu bringen, ist für ihn normal. «Doch Sellerie oder Rüebli so zu kochen, dass eine Geschmacksexplosion im Mund entsteht: Das sind die Herausforderungen, die mich interessieren.»

Hunziker kam schon in jungen Jahren mit der Zubereitung von Essen in Berührung. Seine Eltern führen in Arch eine Bäckerei-Konditorei und weitere Verwandte sind im Gastrobereich tätig. «Meine Eltern liessen mir zwar Freiheit bei der Berufswahl. Der Familientradition entsprechend, wurde es dennoch zunächst eine Bäcker-Konditor-Lehre, dann Confiseur und schliesslich die Kochlehre.»

Dank seiner Leidenschaft zum Kochen, hat er sich schon während seiner Ausbildungszeit an Kochwettbewerben beteiligt. «Wie im Sport wird trainiert und gecoacht.» Hunziker hat sich bei all diesen Wettbewerben die gleichen Kenntnisse erworben, wie er sie sich in Wanderjahren in Küchen der Welt auch angeeignet hätte. «Seit vier Jahren bin ich im Juniorenteam dabei, davon drei als Teamchef».

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