Auszeichnung
Seniorenhilfe in der Schule Derendingen wird mit Sozialpreis ausgezeichnet

Das Projekt Senioren und Seniorinnenhilfe Pro Senectute / Schule Derendingen ist mit dem Sozialpreis 2014 des Kantons Solothurn ausgezeichnet worden. Das Preisgeld beträgt 20‘000 Franken.

Simon Wyss
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Peter Gomm übergibt den Sozialpreis an Sabine Egger, Schulleiterin Schulhaus Steinmatt Derendingen, und Ida Boos,Geschäftsleiterin Pro Senectute (rechts).

Peter Gomm übergibt den Sozialpreis an Sabine Egger, Schulleiterin Schulhaus Steinmatt Derendingen, und Ida Boos,Geschäftsleiterin Pro Senectute (rechts).

Hansjörg Sahli

Sie standen am Donnerstag im Mittelpunkt: die Senioren von Pro Senectute und die Schule Derendingen. Sie wurden für ihr soziales Engagement mit einem Preisgeld von 20 000 Franken ausgezeichnet.

Der ehrenamtliche Einsatz der 17 Seniorinnen und Senioren beeindruckte die Jury. An einem halben Tag pro Woche sind sie seit vier Jahren in Derendingen präsent und unterstützen die Schüler, etwa beim Handarbeiten, Werken oder Lesen. «Sie erzählen eine Geschichte oder haben einfach ein offenes Ohr für die Anliegen der Kinder. Sie schenken den Kindern ihre Zeit», würdigte Jury-Mitglied Karin Stoop die Leistung der Senioren. «Die Seniorenhilfe fördert die Verständigung und Vernetzung über drei Generationen hinweg.»

Vier Anerkennungspreise

Einen Anerkennungspreis über je 5000 Franken erhalten: Der Laden «HeimArt» in Solothurn. Er bietet Produkte an, die in Behindertenorganisationen im Kanton hergestellt wurden. Der Laden bietet zudem Arbeitsplätze für Menschen mit einer Behinderung an.

Das Pilotprojekt «Werken im Park» ist ein Angebot des Vereins Robi in Olten. Kinder erwerben Fertigkeiten, welche ihnen die schulische und gesellschaftliche Integration erleichtern.

Die Stryker AG Selzach unterstützt ihre Mitarbeitenden, indem sie ihren Kindern einen Platz in der ortsansässigen Kita reserviert und mitfinanziert.

Die «Waldgruppe» Sonnhalde Gempen pflegt in Zusammenarbeit mit dem Forstbetrieb Dorneckberg wertvolle Hecken. Menschen mit einer Behinderung sind bei jedem Wetter unterwegs. (szr)

Dies sei wichtig, da es immer weniger Grossfamilien gebe, in denen drei Generationen den Alltag teilen. Die Freude stand den Preisträgerinnen Sabine Egger, Schulleiterin des Schulhauses Steinmatt, und Ida Boos, Geschäftsleiterin Pro Senectute, im Gesicht geschrieben. Auch sie würdigten das Projekt. «Die Seniorinnen und Senioren leisten einen hervorragenden Beitrag», so Sabine Egger.

Viele mögliche Preisträger

Die Preisverleihung stiess erneut auf grosses Interesse. Das Landhaus war bis auf den hintersten und letzten Platz gefüllt. Auch an möglichen Preisträgern fehlte es nicht. «Es gibt viele, die das Notwendige erkennen und sich engagieren», sagte Landammann Peter Gomm in seiner Ansprache. «Darum wird es uns auch in Zukunft nicht an auszeichnungswürdigen Preisträgerinnen und Preisträgern fehlen.»

Dies zeige auch die jedes Jahr grosse Anzahl von Meldungen, die zuhanden der Jury gemacht würden. Gesamthaft gingen nach der Ausschreibung im letzten November 32 Bewerbungen bei der Jury ein.

Darauf folgte ein langes Diskutieren und Abwägen. Das war ein grosser Aufwand für alle Beteiligten. «Ich war froh, viele Personen mit langjähriger Erfahrung um mich zu haben», so Jury-Präsident Hans-Peter Berger, Gemeindepräsident von Langendorf.