Alterskosten

«Senioren leisten auch viel» – Benevol nimmt Stellung zur Studie über künftige Alterskosten

«Die Wertschätzung ist der unentgeltliche aber wohlverdiente Lohn der Freiwilligenarbeit und oft ein wichtiger Antrieb dafür.» Deshalb wäre es hilfreich, «in einer Studie über die Kosten, die eine Altersklasse verursacht, auch ihren kostbaren Nutzen sichtbar zu machen», hält Benevol fest.

«Die Wertschätzung ist der unentgeltliche aber wohlverdiente Lohn der Freiwilligenarbeit und oft ein wichtiger Antrieb dafür.» Deshalb wäre es hilfreich, «in einer Studie über die Kosten, die eine Altersklasse verursacht, auch ihren kostbaren Nutzen sichtbar zu machen», hält Benevol fest.

Der Verein Benevol nimmt Stellung zur Studie über die künftigen Alterskosten für die Gemeinden und verteidigt Seniorinnen und Senioren. Beim Berechnen der Alterskosten für die Gesellschaft dürfe das umfangreiche unentgeltliche Engagement der Pensionierten nicht vergessen gehen.

Die jüngst vorgestellte Studie, in der erstmals die künftigen Alterskosten für Solothurner Gemeinden berechnet wurde, ruft den Verein Benevol Kanton Solothurn auf den Plan. Die Fach- und Anlaufstelle für alle Fragen rund um die Freiwilligenarbeit im Kanton, erinnert in einer Stellungnahme daran, dass Seniorinnen und Senioren «nicht nur kosten» würden. Vielmehr würden sie «mit ihrem umfangreichen freiwilligen Engagement auch Ü-pensioniert eine enorme Leistung zugunsten der Gesellschaft erbringen».

Beim Berechnen der Alterskosten für die Gesellschaft dürfe das umfangreiche unentgeltliche Engagement der Pensionierten nicht vergessen gehen, hält Benevol zur Studie der Fachhochschule Nordwestschweiz fest. «Die öffentliche Anerkennung dieser kostbaren Leistungen könnte noch mehr ‹Ü-pensioniert› motivieren, sich freiwillig bei gemeinnützigen Organisationen, in den Gemeinden und in der Nachbarschaft einzusetzen», wird argumentiert. Damit habe die Gesellschaft «s’Füfi und s’Weggli»: «Sowohl Seniorinnen und Senioren, die sich freiwillig engagieren wie auch jene, die von diesem Engagement profitieren sind weniger gefährdet, in eine krankmachende Isolation zu geraten.»

Vielfältiger Einsatz für die Gesellschaft

Freiwilligenarbeit sei keine Pflicht und nicht alle, die solche leisten möchten, hätten die Energie oder die Möglichkeiten dazu. Oder sie hätten sich bereits ein Leben lang hauptsächlich um andere gekümmert, gibt der Verein Benevol zu bedenken. «Gleichwohl gibt es unzählige Menschen, die sich auch nach der Pension engagieren. Sie tun dies insbesondere zum Wohl von Betagten, die dadurch länger selbstständig leben können. Als Freiwillige von gemeinnützigen Organisationen und Institutionen besuchen Ü-pensioniert alleinstehende Senioren. Sie ergänzen mit ihrer Zeit für Gespräche, Erinnerungsaustausch und Spiele die Spitex-Dienste.» Weiter würden Freiwillige Betagte auf Spaziergängen oder beim Einkaufen begleiten und ermöglichten ihnen, Freundschaften ausser Haus zu pflegen: «Sie leisten Fahrdienst und verteilen Mahlzeiten. Sie motivieren alte Menschen zur Begegnung und Bewegung, was Verlassenheitsgefühle und Isolation vermeidet oder mildert.» Ausserdem ermöglichten sie mit ihren Hütediensten für die Enkel einen bedeutenden Teil der Lohnarbeit ihrer Kinder und damit wiederum der Altersvorsorge.

«Wertschätzung ist der wohlverdiente Lohn»

Deshalb sei die öffentliche Anerkennung dieser Leistungen ist wichtig. «Die Wertschätzung ist der unentgeltliche aber wohlverdiente Lohn der Freiwilligenarbeit und oft ein wichtiger Antrieb dafür.» Deshalb wäre es hilfreich, «in einer Studie über die Kosten, die eine Altersklasse verursacht, auch ihren kostbaren Nutzen sichtbar zu machen», hält Benevol fest.
Mitglieder von Benevol Solothurn sind über 70 gemeinnützige Organisationen, die mit Freiwilligen zusammenarbeiten. Zum UNO-Tag der Freiwilligen am 5. Dezember wird ein «Benevol-Dating» von Freiwilligen für Freiwillige im StadtCafé und StadtKeller Solothurn (Hauptgasse 47) organisiert. Freiwillig engagierte Menschen erzählen Interessierten von den Erfahrungen bei ihrem Einsatz. Ausserdem präsentieren gemeinnützige Organisationen ihre Freiwilligeneinsätze. Alle Altersklassen sind willkommen. Infos dazu demnächst auf www.benevol-so.ch. (mgt)

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