Ab Ende Juni herrscht in den Lohnunternehmen der Region, die Dienstleistungen für Bauern anbieten, Hochkonjunktur. Einer dieser Betriebe gehört Alban Wyss aus Fulenbach. Er und seine zwei Angestellten arbeiten momentan auf Feldern in der Region Gäu.

Seit bald 40 Jahren arbeitet die Familie Wyss im Auftrag für andere Bauern aus der Region. Momentan werden gerade Weizen und Gerste gedroschen, pro Stunde schafft eine Maschine von Wyss etwa eineinhalb Hektaren.

Flexibilität ist gefragt

Jeweils am Morgen wird die Arbeit des Tages besprochen und geplant, je nach Wettersituation muss man dann flexibel reagieren können. «Durch die Trockenheit fallen die Erträge zwar kleiner aus, für das Dreschen ist es aber ein Vorteil», sagt Wyss.

So sind mühsame Nachtdienste nicht nötig, spätestens um 20 Uhr rechnet Wyss jeweils mit Feierabend, weil man morgens früh auf die Felder kann. Auch Landschaden durch die schweren Mähdrescher entsteht bei trockenen Böden viel weniger.

Die Konkurrenz schläft nicht

Wyss ist nicht der Einzige, der seine Mähdrescherdienste vermietet. In der Region sind momentan sechs verschiedene Stör-Mähdrescher unterwegs, sodass auch hier Preisdruck herrscht. «Ich habe eine sehr treue Kundschaft», betont Wyss aber, so bietet er etwa auch Silierarbeiten an, um seinen Kunden noch weitere Dienstleitungen zu liefern.

Die hohen Anschaffungskosten eines Mähdreschers, je nach Ausstattung muss man mit 400 000 Franken rechnen, bedingen eine gute Auslastung während des kurzen Zeitraums, indem sie genutzt werden können. So rechnet Wyss auch mit einer zehnjährigen Frist, bis eine Maschine auch wirklich Gewinn abwirft.