Luterbach/Härkingen

Sechsspur-Ausbau der A1: Kanton Bern will auch einen Tunnel

Oben am Wangenstutz wird der Verkehr bis Härkingen in ein paar Jahren sechsspurig geführt werden.

Oben am Wangenstutz wird der Verkehr bis Härkingen in ein paar Jahren sechsspurig geführt werden.

Der Kanton Bern befürwortet den geplanten Ausbau der A1 zwischen Luterbach und Härkingen. Der Ausbau von vier auf sechs Spuren ist für den Kanton Bern angesichts der immer wieder auftretenden Staus nötig und entspricht einem landesweiten Interesse.

In einer Stellungnahme zum Generellen Projekt des Ausbaus verlangt die bernische Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion aber für zwei in der Nähe verlaufende Berner Kantonsstrassen flankierende Massnahmen. Es geht um die Strassen von Herzogenbuchsee nach Wiedlisbach via Wangen an der Aare und von Langenthal nach Niederbipp.

Diese Strassen würden nämlich durch den Ausbau der Nationalstrasse zusätzlich belastet, heisst es in einer Mitteilung der bernischen Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion vom Montag.

Konkret möchte der Kanton Bern, dass der Bund die geplante Umfahrung von Aarwangen als integralen Bestandteil der flankierenden Massnahmen betrachtet und deshalb über das Nationalstrassenprojekt finanziert. Auch soll der Bund im Bereich des Wangenstutzes die Verlegung der A1 in einen rund zwei Kilometer langen Tunnel prüfen.

Schliesslich hat die bernische Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion dem Bundesamt für Strassen auch geschrieben, der Bund solle mit dem Ausbau der Nationalstrasse den Lärmschutz verbessern. Das hat kürzlich auch die Regierung des Kantons Solothurn gefordert.

Beide Kantone äusserten sich im Rahmen einer Vernehmlassung zum Generellen Projekt für den Ausbau der A1. Es geht um die Beseitigung eines sogenannten Engpasses im Nationalstrassennetz. Der Bund hat das Programm mit allen Projekten zu deren Beseitigung im August vorgestellt. Zwischen Luterbach und Härkingen verläuft die Autobahn auch auf bernischem Gebiet.

Auch die solothurnische Regierung befürwortet den Ausbau grundsätzlich. Bauen will der Bund ab 2022.

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