Nutzungsplanung

Sechs Einsprachen gegen Bike-Strecke am Weissenstein

Mehrere Einsprachen gegen Bike-Strecke am Weissenstein

Mehrere Einsprachen gegen Bike-Strecke am Weissenstein

Über Stock und Stein fahren Biker grundsätzlich wohl am liebsten, nicht aber über die Steine in Form von Einsprachen, welche das Volk der geplanten neuen Bike-Strecke am Weissenstein in den Weg legt. Tele M1 fragt nach, weshalb der Widerstand so gross ist.

Die öffentliche Auflage zur kantonalen Nutzungsplanung Bike-Strecke und Wildruhezonen am Weissenstein ist am 23. Dezember 2019 zu Ende gegangen. Eine erste Auswertung liegt bereits vor. Sechs Einsprachen gingen gegen die Planung ein.

Die Betreiber der Seilbahn auf den Weissenstein wollen auf dem Solothurner Hausberg eine Bikestrecke bauen. Die entsprechenden Pläne wurden vergangenes Jahr im Detail ausgearbeitet – in enger Zusammenarbeit mit dem Kanton. Bis zum 23. Dezember lagen sie öffentlich auf.

Gegen diese Pläne sind nun insgesamt sechs Einsprachen eingegangen, teilte die Staatskanzlei am Montag mit. «Die Einsprachen reichen von einer grundsätzlichen Ablehnung der Planung durch die Vertretung des betroffenen Jagdreviers bis zu Detailfragen zur Linienführung im Bereich des Kleinkaliber-Schiessstandes unterhalb des Steinbruches Weberhüsli», heisst es in der Mitteilung. Nun werden die betroffenen Parteien, Seilbahn wie auch Kanton, versuchen, mit den jeweiligen Einsprechern eine Einigung zu erzielen. Bis im Frühsommer 2020 soll dies passiert sein. Sollte keine Einigung gelingen, wird der Regierungsrat den Entscheid übernehmen.

Die Pläne sehen eine insgesamt fünf Kilometer lange Bikestrecke vor, von der Bergstation der Seilbahn bis hin zur Talstation in Oberdorf. Gleichzeitig ist, als Kompensationsmassnahme für den Eingriff in die Natur, die Schaffung zweier Wildruhezonen geplant. Rund eine halbe Million Franken kostet das gesamte Projekt die Seilbahn. Die Strecke würde zusätzliche Touristen anlocken und den Wald zerstören, kritisieren Gegner. Biker hätte es sowieso, mit einer offiziellen Strecke könnte man diese immerhin kanalisieren und Konflikte zwischen Bikern und Wanderer vermeiden; die Strecke lasse sich zudem «naturverträglich» realisieren, argumentieren die Befürworter. (rka)

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