Für die SVP ist klar, was es nach der Aufdeckung der teilweisen PK-Ausfinanzierung des LSO durch GAV-Mittel braucht: «Es muss eine Parlamentarische Untersuchungskommission (PUK) eingesetzt werden, weil weder GAV-Kommission noch Finanzkontrolle, Geschäftsprüfungskommission (GPK), oder die Regierung bisher willens waren, die kritischen Fragen zu beantworten», sagt Parteipräsident Christian Imark auf Anfrage. Eine externe Untersuchung reiche jedenfalls nicht, betont Imark, weil das Vertrauen in den Auftraggeber – den Regierungsrat – stark beschädigt sei. Für den Nationalrat aus Fehren ist zudem klar, wer vor allem in der Pflicht steht: Finanzdirektor Roland Heim, Herr über Personalamt und Finanzkontrolle. Was Imark aufstösst, ist die festzustellende «Kultur des Wegschauens und des Diffamierens von Personen, welche kritische Fragen stellen». Das führe bei Fehlleistungen wie der zur Debatte stehenden unweigerlich zu einem Glaubwürdigkeits- und Vertrauensverlust. «Das tut dem Kanton und seiner politischen Kultur nicht gut», sagt Imark.

Nicht nach einer PUK, sondern nach sauberer Arbeit der GPK, deren Mitglied er selber ist, ruft Kantonsrat Markus Spielmann (FDP, Starrkirch-Wil): «Ich erwarte, dass die Kommission sich nun der Sache, für die sie zuständig ist, ernsthaft annimmt, die notwendigen Unterlagen auf den Tisch kommen und die Rechtmässigkeit überprüft wird.» Dazu gehörten beispielsweise die GAV-Ausgabenlisten der Personalverbände. Kantonsrat Spielmann stellt denn auch in Aussicht, entsprechende Anträge zu stellen.