Amtsgericht Saolothurn-Lebern
Schweizer hat 80'000 Franken des Bruders veruntreut

Ein heute 55-jähriger Schweizer hat während rund sechs Jahren insgesamt 80'000 Franken seines Bruders veruntreut. Das Amtsgericht Solothurn-Lebern verurteilte ihn zu einer Freiheitsstrafe von 15 Monaten.

Beatrice Kaufmann
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Der Mann hat Geld seines Bruders in die eigene Tasche gesteckt (Symbolbild)

Der Mann hat Geld seines Bruders in die eigene Tasche gesteckt (Symbolbild)

Simon Schärer

Als Beistand seines Bruders hatte Arnold K. (Name geändert) von 2005 bis 2013 dessen Finanzen verwaltet. Dabei hatte er wiederholt Geld zu eigenen Zwecken abgehoben und seine Einkäufe teilweise mit der Kreditkarte des Bruders bezahlt.

Nach rund sechs Jahren flog K. auf, die Summe der veruntreuten Gelder belief sich bis dahin auf über 80 000 Franken. Am Dienstag nun musste sich der 55-jährige Schweizer vor dem Amtsgericht Solothurn-Lebern verantworten.

Dabei verzichtete er auf sein Recht auf ein ordentliches Verfahren. Stattdessen wählte er den Weg eines abgekürzten Verfahrens – was ihm zugutekam.

Die Fragen, ob er die Tat zugebe und die geforderte Strafe anerkenne, bejahte K. anstandslos. Bereits von Anfang an habe sich der Beschuldigte «geständig und kooperativ» gezeigt, so Staatsanwalt Toni Blaser.

Dieser Umstand sowie die Zustimmung zu einem verkürzten Verfahren hätten sich mildernd auf die Anträge der Staatsanwaltschaft ausgewirkt. Damit beantragte Blaser noch eine bedingte Freiheitsstrafe von 15 Monaten sowie die Übernahme der Verfahrenskosten.

Sowohl diesen Anträgen als auch der Forderung nach einer Entschädigung in der Höhe der veruntreuten Gelder an K.s Bruder, stimmte das Gericht zu.