Olten

Schutz vor Radioaktivität wird im Kanton ein Schwerpunkt sein

Das Kader des Kantonalen Führungsstabs KFS: Hinten, von links: Markus Grenacher (Feuerwehr-Inspektor), Beat Walser (Betrieblicher Leiter soH), Eric Schütz (Führungsunterstützung), Daniel Soltermann (Führungsunterstützung); mittlere Reihe, von links: Roland Fringeli (Stabschef-Stv. Polizei), René Fröhlicher (Feuerwehr-Inspektor Stv.), Rudolf Junker (Leiter Katastrophenvorsorge), Ruedi Schluep (technische Betriebe); vorne, von links: Peter Huber (Leiter Zivilschutz/Stabschef-Stv.), Diego Ochsner (Chef Kantonaler Führungsstab), Urs Schmid (Stabschef Polizei), Manfred Rhyn (Stabschef-Stv. Polizei)

Das Kader des Kantonalen Führungsstabs KFS: Hinten, von links: Markus Grenacher (Feuerwehr-Inspektor), Beat Walser (Betrieblicher Leiter soH), Eric Schütz (Führungsunterstützung), Daniel Soltermann (Führungsunterstützung); mittlere Reihe, von links: Roland Fringeli (Stabschef-Stv. Polizei), René Fröhlicher (Feuerwehr-Inspektor Stv.), Rudolf Junker (Leiter Katastrophenvorsorge), Ruedi Schluep (technische Betriebe); vorne, von links: Peter Huber (Leiter Zivilschutz/Stabschef-Stv.), Diego Ochsner (Chef Kantonaler Führungsstab), Urs Schmid (Stabschef Polizei), Manfred Rhyn (Stabschef-Stv. Polizei)

Der Kantonale Führungsstab (KFS) hielt in Olten seinen Jahresrapport mit Ausblick auf die Aktivitäten im Jahr 2015.

Erstmals führte der von Diego Ochsner, Chef des Amts für Militär und Bevölkerungsschutz, geleitete Kantonale Führungsstab (KFS) am Montag in der Oltner Schützi einen Jahresrapport in grösserem Rahmen durch. Den rund 80 Mitarbeitern und Partnern des KFS erwiesen auch die Chefs der kantonalen Departemente Volkswirtschaft (mit Militär und Bevölkerungsschutz) und Inneres (mit der Polizei), die Regierungsräte Esther Gassler und Peter Gomm, mit ihrer Anwesenheit die Reverenz.

Im Rückblick auf 2014 hob Urs Schmid, in Personalunion Stabschef der Kantonspolizei und des KFS, die Sicherheitsverbundübung 14 hervor, deren Hauptthemen Stromausfall und Strommangellage waren, noch ergänzt durch eine Pandemie. Der Vorbereitung für den Fall einer Strommangellage war auch das interkantonale Seminar in Eiken AG gewidmet.

Im letzten Juni hatte der Regierungsrat den Schussbericht zur Gefahren- und Risikoanalyse (GRA) genehmigt. Laut KFS-Chef Diego Ochsner hat dieser gezeigt, dass der Kanton für die Bewältigung von Naturereignissen gut aufgestellt sei, aber noch Probleme bei grossflächigen Ereignissen und bei der Freisetzung von Radioaktivität bestünden. Die Regierung beschloss die Umsetzung der 18 aufgezeigten Massnahmen.

Beratungsstelle in Balsthal

Eine dieser Massnahmen ist der Aufbau einer Beratungsstelle für Radioaktivität (BsR), wozu der Kanton gesetzlich verpflichtet ist. Als deren Standort hat er Balsthal festgelegt. Im Rahmen der Gesamtnotfallübung 15 vom 15./16. September wird laut Ochsner auch die neue Beratungsstelle für Radioaktivität (BsR) in Betrieb genommen. Die Gesamtnotfallübung 15 findet im Kernkraftwerk Gösgen statt, dabei werden auch die Regionalen Führungsstäbe Olten und Niederamt beübt.

Waldbrand-Prognosesystem

Neu erhält der Kanton Solothurn im Jahr 2015 auch ein Waldbrand-Prognosesystem. Wie Ochsner erklärte, entschied er sich dabei für das System Incendi, das bereits in den Kantonen Bern, Jura und Graubünden in Betrieb ist. Weiter wird dieses Jahr das aus dem Jahr 1972 stammende Katastrophengesetz totalrevidiert.

Stefan Freiburghaus vom Amt für Umwelt zeigte am Rapport des KFS den aktuellen Stand der Gefahrenkarten Wasser im Kanton auf. Er zeigte sich zufrieden, dass rund 85 Prozent der Gemeinden diese Karten erstellt hätten. Was noch fehle, seien allerdings die dazu gehörenden Notfallkonzepte der Gemeinden. Sie würden im Lauf dieses Jahres eingefordert.

Unter den Gästen des KFS-Rapports waren Kantonsratspräsident Ernst Zingg, der Oltner Stadtpräsident Martin Wey sowie die Oltner Stadträtin Iris Schelbert, die auch als Chefin des Regionalen Führungsstabes Olten amtet.

Als wichtige Partner des KFS nahmen unter anderen Divisionär Andreas Bölsterli, Kommandant der Territorial Region 2, Thomas Zuber, Kommandant der Polizei Kanton Solothurn, sowie die Chefs und Stabschefs der Regionalen Führungsstäbe am Rapport teil.

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