«Bauer, ledig, sucht...»

Schuss ins Herz, aber keine Liebe: Solothurnerinnen machen die TV-Bauern nicht glücklich

Es war ein kurzer Auftritt der beiden Solothurnerinnen bei der 3+-Kuppelshow «Bauer, ledig, sucht…». Steffi verlässt den Hof vom Berner Bauern Hämpu bereits nach einer Nacht. Stella lässt sich zwar mit drei Tagen etwas mehr Zeit, doch auch sie verabschiedet sich noch vor dem Ende der geplanten Woche vom Aargauer Bauern Reto.

Man würde an dieser Stelle gerne schreiben: «Es begann alles vielversprechend...» doch das tat es nicht. Schon zu Beginn der Folge von «Bauer, ledig, sucht...» auf dem Sender 3+ zeichnen sich bei der 31-jährigen Stella und dem 37-jährigen Reto Differenzen ab. Die Egerkingerin ist selbständige Coiffeuse und betreibt international Hundesport. Dadurch ist sie viel unterwegs und geniesst diese Freiheit. «Ich bin die Woche hindurch immer am selben Ort und muss dann am Wochenende nicht auch noch zu Hause sitzen», sagt Stella in der Sendung. Das steht ganz im Gegensatz zu Retos Vorstellungen: Er hat seine Reiselust bereits gestillt und möchte nun sesshafter werden und Zeit mit der Familie verbringen.

Das Dilemma der beiden wird ergänzt durch Entfernung ihrer beider Wohnorte: Rund 50 Autominuten trennen die beiden. «Das ist natürlich Schicksal», sagt Reto zu Stella in der Sendung. «Das wussten wir nicht im Voraus.» Die Stimmung ist bedrückt. Frech wie sie zu sein scheint, legt Stella aber noch einen drauf: Sie habe erwartet, dass sie in den Hofbetrieb mit eingebunden werden könnte. «Doch das kannst du ja nicht bieten.» So ausweglos ihre Situation scheint, die beiden sind sich doch sympathisch, wie Stella anschliessend bestätigt. «Die Umstände sind einfach schwierig», sagt sie. Hier und da glaubt man dann doch einige flirtende und neckende Blicke zu erhaschen.

Schuss ins Herz

So lässt sich Reto etwas kleveres einfallen: Bogenschiessen. Und zwar nicht einfach auf eine schwarz-weisse Zielscheibe, sondern auf Symbole, die wichtige Elemente im Leben darstellen: Liebe, Glück, Freiheit und Freizeit. Der Treffer soll jeweils die Prioritäten des Gegenübers enthüllen. Und prompt trifft Stella das Herz. Doch noch bevor sich Reto Hoffnungen machen kann, kommentiert sie: «Das wollte ich jetzt eigentlich nicht treffen», spannt nochmals den Bogen und zielt auf die Wolke, welches die Freiheit symbolisiert. Das sei ihr sehr wichtig im Leben. Reto zeigt sich enttäuscht. Die beiden scheinen aneinander vorbeizureden. Und dennoch hat man das Gefühl, dass sie sich schlichtweg nicht richtig zuhören wollen. Deutlich wird das vor allem nach Retos Frage, ob ihr die Liebe nicht wichtig sei. «Doch, aber die Liebe kommt, wann sie kommt», antwortet Stella. Man solle sie nicht krampfhaft suchen wollen. Ansonsten ende es, wie wenn an einen Furz forcieren wolle: Dann käme nämlich auch nur Scheisse raus. 

Bei einem anschliessenden Gespräch wollen die beiden ihren Differenzen auf den Grund gehen. Doch viel zu Besprechen gibt es nicht. Sie will eine Beziehung, in welcher sie ihre Freiheiten haben kann. Er sieht ein, dass ihr Lebensstil nicht mit seinem kombinierbar ist. «Du musst dein Glück woanders suchen und ich auch», ist das Fazit von Reto. Trotzdem: Der Abschied fällt den beiden etwas schwer und beide sind sichtlich enttäuscht vom Ausgang ihres Treffens. Beide hätten eine gute Zeit gehabt und viel gelacht gemeinsam. Diese Momente haben es leider nicht in die Sendung geschafft. Mit dem Spruch «Man sieht sich immer zwei Mal im Leben» verabschieden sich die beiden schliesslich voneinander. 

Bauer Ledig Sucht mit Solothurnerinnen

Ein kurzer Zusammenschnitt der Sendung mit den beiden Solothurnerinnen. 

Der Anfang vom Ende

Zwischen Hämpu und Steffi stehen ganz andere Hindernisse. Am Morgen nach der ersten Begegnung gibt sich der Berner Bauer Hämpu noch hoffnungsvoll. «Ich fühle mich mit Steffi sehr wohl», sagt der 39-jährige über seine potentielle Hofdame aus dem Kanton Solothurn. «Ich würde sie gerne näher kennenlernen.» Wenig ahnt er, was ihm bevorsteht. Die 31-jährige alleinerziehende Mutter hat bereits Kaffee zubereitet und wartet darauf, ihm eine dringende Mitteilung zu überbringen. Sie schluckt leer, bevor sie in Worte fasst: «Ich kann das nicht.» Sie habe gemerkt, dass es für sie von Anfang an nicht gestimmt habe und sie reise noch am selben Tag ab. «Ich merke recht schnell, wenn es nicht passt», sagt sie.

Hämpu nimmt diese unerwartete Nachricht mit Fassung entgegen. «Ich bin froh, dass du mir das so offen und ehrlich mitteilst», sagt er ihr gegenüber. So endet ihre Geschichte noch bevor sie die Chance hatte, zu beginnen. (gue)

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