Corona
Einige Sek-P-Schüler lernen im Fernunterricht, andere nicht – diese «Ungleichbehandlung» macht Eltern Sorgen

Die Schülerinnen und Schüler der Sek-P lernen in einigen Schulen im Fernunterricht, in anderen noch im Schulzimmer. Eltern wundern sich über diese Tatsache.

Rebekka Balzarini
Drucken
Teilen
Einige Jugendliche lernen noch im Präsenzunterricht, andere bereits daheim.

Einige Jugendliche lernen noch im Präsenzunterricht, andere bereits daheim.

Ennio Leanza / KEYSTONE

Seit diesem Montag lernen Jugendliche, welche die Berufsschule oder die Kantonsschule besuchen, im Fernunterricht. Das wurde in der vergangenen Woche beschlossen, trotz sinkender Fallzahlen. Der Grund dafür ist, dass die Zahl der Neuansteckungen mit dem Coronavirus im Kanton aufgrund von neuen, ansteckenderen Virusvarianten wieder ansteigen könnten. Vorsorglich soll deshalb die Mobilität der Bevölkerung eingeschränkt werden, um Ansteckungen zu verhindern.

Vom Fernunterricht betroffen sind aber nicht nur Jugendliche, die ihre obligatorische Schulzeit schon hinter sich haben, sondern auch solche, die noch die Sek-P besuchen. Die Sek-P bereitet die Kinder auf den Eintritt in die Kantonsschule vor.

Gleichbehandlung gefordert

Die Schülerinnen und Schüler der Sek-P, die in Olten und Solothurn in die Schule gehen, lernten in dieser Woche im Fernunterricht. Anders diejenigen, die in Schönenwerd oder Neuendorf die Sek-P besuchen: Sie lernten die Woche wie zuvor im Präsenzunterricht.

In Nachrichten an die Redaktion fordern Eltern mehr Klarheit und eine Gleichbehandlung der Schülerinnen und Schüler der Sek-P im Kanton. Vor allem in der Frage, wie es weitergehen soll, falls der Fernunterricht auf gewissen Stufen auch im März weitergeführt wird.

Diese Frage wird beim Kanton momentan überprüft. Das schreibt Andreas Walter, der Leiter des Volksschulamts:

«Wir prüfen verschiedene Optionen, dabei steht der Präsenzunterricht im Zentrum.»

Dass einige Schülerinnen und Schüler bereits im Fernunterricht lernen, liegt laut ihm am unterschiedlichen Einzugsgebiet der verschiedenen Schulen. «Ziel ist es, eine Mobilitätsspitze zu brechen. Die Schülerinnen und Schüler der beiden Schulzentren stammen jeweils aus einem sehr grossen Einzugsgebiet», schreibt Walter weiter. «Dies trifft, anders als bei den kommunalen Standorten, auch auf die Sek-P-Schüler an der Kanti Olten und Solothurn zu.»

Damit die Kinder im Fernunterricht keinen Stoff verpassen, besteht laut Walter weiterhin die Möglichkeit, in einigen Fällen Präsenzveranstaltungen durchzuführen. Allzu sehr wird die Bildung der Sek P-Schülerinnen und Schüler im Fernunterricht laut dem Leiter des Volksschulamtes aber nicht leiden: «Insgesamt verfügen die beiden Kantonsschulen über sehr gute Voraussetzungen, um für diese Zeitspanne einen hochstehenden hybriden Unterricht sicherzustellen.»

Aktuelle Nachrichten