Kantonsrat

Schulärzte sollen Impfraten erhöhen

Im Kantonsrat wurde am Dienstag über die Impfpflicht gesprochen. (Symbolbild)

Im Kantonsrat wurde am Dienstag über die Impfpflicht gesprochen. (Symbolbild)

Das Impfangebot soll vergrössert werden. Diese Thema wurde im Kantonsrat angedeutet. Ebenfalls sollen die schulärztlichen Dienste in jeder Gemeinde vorhanden sein.

Fabian Gloor (CVP, Oensingen) wollte von der Regierung wissen, wie es im Kanton Solothurn um die Impfrate steht und wie der schulärztliche Dienst dazu beitragen könnte, diese zu erhöhen. Aus der Interpellationsantwort geht hervor, dass sich der Kanton bei der Impfrate im schweizerischen Durchschnitt befindet, ebenso, was Ausbrüche von Infektionskrankheiten wie Masern betrifft.

Dennoch sehe man Handlungsbedarf, besonders bei der Aufklärung von Impfskeptikern aber auch bei Erwachsenen, bei denen das Thema Impfen schnell vergessen gehe. Weiter wolle man niederschwellige Angebote schaffen, wie beispielsweise das Impfen in der Apotheke, das bereits heute möglich ist. Nachholbedarf gibt es auch beim schulärztlichen Dienst. Nur bei einem Viertel der Gemeinden sind Impfungen Teil des schulärztlichen Dienstes, dazu kommt, dass im vergangenen Jahr 20 Prozent der Gemeinden nicht über einen Schularzt verfügte. «Wir erwarten, dass die Regierung die Gemeinden hier in die Pflicht nimmt», hiess es am Dienstag seitens der Grünen Fraktion. Interpellant Fabian Gloor zeigte sich mit der Antwort zufrieden, er plane jedoch, einen entsprechenden Auftrag einzureichen. (agl)

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