Arbeitsmarkt
Schul- und Lehrabgänger lassen Solothurner Arbeitslosenquote auf 2,7 Prozent steigen

Die Arbeitslosigkeit im Kanton Solothurn ist im Juli erstmals seit Monaten gestiegen. Die Quote kletterte um 0,1 Prozentpunkte auf 2,7 Prozent. Sie liegt aber weiterhin unter dem Schweizer Durchschnitt von 3,0 Prozent.

Urs Mathys
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Frisch die Lehre oder Schule abgeschlossen und keine Stelle: Im Juli 2017 waren 333 Personen unter 20 Jahren als Stellensuchend registriert. (Archiv)

Frisch die Lehre oder Schule abgeschlossen und keine Stelle: Im Juli 2017 waren 333 Personen unter 20 Jahren als Stellensuchend registriert. (Archiv)

Keystone

Im Juli waren im Kanton 3900 Frauen und Männer als arbeitslos registriert. Das sind 40 Personen mehr als im Juni. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich damit von 2,6 auf 2,7 Prozent. Die Zahl der Stellensuchenden lag bei 6746 (Vormonat: 6670, Vorjahresmonat: 6614) und war damit um 76 Personen höher als im Vormonat. Die Stellensuchendenquote verharrt bei 4,6 Prozent (Vorjahresmonat: 4,5, Schweiz: 4,3).

«Der Anstieg ist auf die Schul- und Lehrabgänger zurückzuführen», erklärt das Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) die höheren Zahlen.

Ein Blick auf die Entwicklung nach Altersklassen bestätigt diese Aussage: So nahm die Gruppe der unter 20-jährigen Stellensuchenden um 94 Personen auf deren 333 zu, womit sich die Quote von 3,3 auf 4,6 Prozent erhöhte.

In der Kategorie der 20- bis 24-Jährigen stieg die Zahl von 544 auf 579 Personen an, was die Quote von 4,2 auf 4,5 Prozent klettern liess. Während sich in den mittleren Jahrgängen die absoluten Zahlen reduzierten, stiegen sie bei den älteren um 6 Personen (50- bis 59-Jährige) bzw. 8 Personen (über 60-Jährige).

Eine positive Entwicklung zeigt sich bezüglich der Ankündigung von Kurzarbeit: Hier reduzierten sich in den Monaten April und Mai sowohl die Zahl der tangierten Firmen (von 20 auf 17 Betriebsabteilungen) als auch die Zahl der betroffenen Personen (von 226 auf 153). Für die Monate Juni und Juli meldeten sich je acht Betriebe für Kurzarbeit an, betroffen waren im Juni 81 Personen, im Juli konnten es bis 38 sein.