Zum sechsten Mal bereits ist der Infotag zu den zweijährigen Grundbildungen mit Eidgenössischem Berufsattest (EBA) über die Bühne gegangen. Die Berufsinfomesse, die das Alte Spital jeweils in Zusammenarbeit mit der IG zweijährige Grundbildung realisiert, hat dieses Jahr 750 Besucherinnen und Besucher angezogen. 50 Lehrkräfte haben am Donnerstag mit ihren Sekundarschule-B-Schülerinnen und -Schülern der 7. bis 9. Klasse die Berufsmesse mit 22 Ausstellern und verschiedenen Workshops besucht.

Der Infotag EBA habe sich in den vergangenen fünf Jahren in der Bildungslandschaft des Kantons Solothurn etabliert, heisst es in einer Mitteilung des Alten Spitals. Im Vergleich zu den Vorjahren, als jeweils rund 400 Schülerinnen und Schüler die Messe besucht haben, hat sich die Zahl der Interessenten nochmals erhöht. Obwohl auch im Kanton Solothurn die Statistik zeige, dass in den letzten Jahren die Zahl der unbesetzten Lehrstellen angestiegen ist, bleibe es für Jugendliche mit erschwerten Bildungsvoraussetzungen und aus Schulniveaus mit Grundanforderungen schwierig, eine Lehrstelle zu finden.

«Oftmals stimmen auch ihre Berufsideale und Ausbildungswünsche nicht mit ihren Neigungen und Voraussetzungen überein», schreiben die Veranstalter. «Das Ziel des Infotages, die Jugendlichen und ihre Bezugspersonen mit der Wirtschaft in Kontakt und in gegenseitigen Austausch zu bringen, konnte auch bei der diesjährigen Ausgabe erreicht werden.» Der Infotag gab zudem den Ausbildungsbetrieben eine ideale Plattform, um potenzielle Lernende kennenzulernen und sie für einen Beruf zu begeistern.

Vom Nutzen der Schnupperlehre

Auch für das Workshop-Programm war das Interesse gross. Profitiert davon haben 600 Schülerinnen und Schüler, dank der kurzfristigen Erweiterung des Angebotes. Das EBA-Forum «Schnupperlehren – wie Unternehmen und Jugendliche profitieren können» lockte dagegen eine relativ kleine Zahl Interessierter an. Diese diskutierten das Thema dafür intensiv und angeregt gemeinsam mit den Podiumsteilnehmern Renato Delfini (Abteilungsleiter Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung ABMH), Michael Marti (Geschäftsleiter Devaud und Marti AG & Vorstandsmitglied Verein Berufsbildung Kanton Solothurn) und Thomas Jenni (Geschäftsführer Autogewerbe-Verband Solothurn). (mgt)