Auch fürs Auge
Schön und lecker: Solothurner kreiert ein Festtagsessen in vier Gängen

Unser Fotograf Roy Matter ist gelernter Koch und arbeitet auch als Food-Fotograf für Berufskollegen. Für uns kreierte und kochte er ein viergängiges Festtagsmenü, das gut nachzukochen ist und das er auch gleich noch selbst fotografisch festhielt.

Fränzi Zwahlen-Saner
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Roy Matter ist Koch und Fotograf
15 Bilder
Volle Konzentration beim Anrichten des Menüs
Unmittelbar nach dem Kochen wird das Menü dekoriert und fotografiert
1. Gang mit Randenhumus, Fenchel und Trüffel
2. Gang mit Jakobsmuscheln, Limetten und Korianderoel
Der Hauptgang mit Schweinebauch, Belugalinsen mit Datteln und Minzjoghurt
Dessert mit Dulche de Leche, Vanilleglace, Meringue, Pistazien
Festtagsmenü mit Roy Matter
Roy Matter mit der Dekorateurin Gisela Geiser
Übersicht auch beim Fotografieren
Auf die richtige Perspektive kommt es an

Roy Matter ist Koch und Fotograf

Hanspeter Bärtschi

Der gebürtige Burgdorfer Koch und Fotograf Roy Matter (34) lebt mit seiner Familie in Aeschi. Er hat für uns ein Festtagsmenü kreiert und dieses auch gleich fotografiert. Berechnet ist es für vier Personen.

Weil er wissen wollte, wie man gutes Essen kocht, absolvierte Roy Matter eine Kochlehre im Stadthaus in Burgdorf. Danach hatte er zunächst vor, Architektur zu studieren, doch der Bereich Lebensmittel erschien ihm dann doch zu spannend. «Nach einigen Reisen entschied ich mich für ein Studium der Lebensmitteltechnologie in Zollikofen», erzählt er während des Kochens unseres Festtagsmenüs. Und schon in dieser Zeit habe ihn die Fotografie eben auch interessiert. «Ich wollte einfach tolle Aufnahmen machen können und habe mir das selbst beigebracht.»

Roy Matter erklärt, was er sich beim Festtags-Menü für Gedanken gemacht hat:

Arbeit für Swiss Milk

Vielleicht kann man als Koch eher fotografisch erspüren, worauf es bei der Food-Fotografie ankommt, so Matter, der sich in dieser Szene bereits einen Namen gemacht hat. Er hat beispielsweise die drei letzten Kochbücher des bekannten jungen Schweizer Kochs David Geisser fotografiert.

Seit kurzem ist er auch von Swiss Milk, der Organisation der Schweizer Milchproduzenten, engagiert. Für sie kreiert er ebenfalls Rezepte und fotografiert gleichzeitig. So hat er auch die visuelle Gestalterin Gisela Geiser kennengelernt, die bei diesem Food-Fotoshooting die Dekoration übernommen hat.

Unser Festtagsmenü sollte ein Viergänger sein, der Überraschungen beinhaltet, jedoch einem geübten Koch oder Köchin keine Schwierigkeiten bereitet - auch nicht beim Beschaffen der Zutaten.

«In einem guten Rezept ist mir wichtig, viele Komponenten unterzubringen. Es muss süss, salzig, sauer sein; es darf eine milde Schärfe beinhalten und muss auch von den Konsistenzen her spannend sein. Und es muss ausgewogen sein», so Matter.

Ihn interessiere die heimische Küche und auch die alten Konservierungsmöglichkeiten. «Aber auch die Küche des Nahen Ostens interessiert mich derzeit besonders», gesteht er.

Im Ausland ist Streetfood am Interessantesten

Er koche selbst viel zuhause, ganz einfach, weil es ihm als gelerntem Koch gut von der Hand gehe, meint er schmunzelnd. Doch geht er zusammen mit Freunden und seiner Partnerin auch gerne ins Restaurant um zu sehen, wie und was die Kollegen auf den Tisch bringen. «Im Ausland hingegen interessiert mich vorwiegend Streetfood».

Es ist also die Bandbreite, die Roy Matter liebt - Koch und Fotograf zu sein. Und er meint: «Es ist eine ganz besondere Herausforderung die beiden Gebiete in einer einzelnen Arbeit unter einen Hut zu bringen». Unter diesen Vorgaben habe er noch nie gekocht und auch noch nie fotografiert.