Aus zwei mach drei und am nächsten Freitag vier, wenn die Aargauer über den Fusionsvertrag abstimmen. Die Rede ist vom neuen Regionalverband Polysport Nordwestschweiz, dessen Gründungsversammlung am 5. April in Trimbach stattfindet.

Nach den beiden Basel sagten nun die Repräsentanten des Sportverbandes Solothurn (SVSo) Ja zum Fusionsvertrag und somit zur Neuausrichtung, wie man statt einsam inskünftig gemeinsam Kräfte bündeln kann.

Co-Präsidentin Sonja Baumgartner (Trimbach) war es eine Ehre, an der historischen Versammlung Nationalrätin Bea Heim in Begleitung ihres Kollegen Philipp Hadorn sowie Kantonsratspräsident Peter Brotschi willkommen zu heissen.

Im Fokus stand diesmal weniger der Rück- als vielmehr der Ausblick: wie weiter beim SVSo? Zur Erinnerung: 2006 vereinigten sich die beiden Verbände SVKT Solothurn und der SoKTSV zum heutigen Sportverband Solothurn.

Gemeinsam statt einsam

«Ein bewegtes Jahr im Zeichen der Veränderungen, das schnell vergangen ist und geprägt war von einer Menge Arbeit, liegt hinter uns», sagte Baumgartner. Im Frühling 2012 beschloss der SVSo, mit den Kantonen Aargau und beider Basel Fusionsverhandlungen aufzunehmen.

Eine Projektgruppe wurde gegründet, die sich mit den Detailaufgaben befasste und schliesslich einen Fusionsvertrag ausarbeitete. Fazit: Struktur, Leitbild und praktisch ein lückenlos besetztes Organigramm bilden die wesentlichen Punkte des Arbeitspapiers.

Vermögen war Diskussionspunkt

Der TSV Neuendorf stellte vor dem Eintreten auf den Fusionsvertrag den Antrag, die Vermögensauszahlung an den neuen Regionalverband um 50 000 Franken zu reduzieren. Walter Langenstein erinnerte in der Begründung daran, dass die gesunde Finanzlage des SVSo seinen Ursprung im Sportfest 1998 in Olten habe und der Betrag an die Mitglieder der Vereine auszuzahlen seien.

Der Fusionsvertrag vom 14. Januar 1914 sei entsprechend anzupassen. Joe Rothenfluh entgegnete, dass der Vertrag nicht einseitig abgeändert werden könne und im Falle einer Annahme eine neue Verhandlungsbasis geschaffen werden müsse, was den Beitritt der Solothurner verzögern würde. Schliesslich wurde der Antrag der Neuendörfer mit 63 Nein-Stimmen bachab geschickt.

Die von Finanzchef Erich Borner präsentierte Rechnung schloss mit einem Verlust in fünfstelliger Höhe. Nach angeregter Diskussion war auch die Meinung bezüglich des Fusionsvertrages gemacht. Schliesslich stimmten 96 Männer und Frauen bei vier Enthaltungen und lediglich einer Nein-Stimme der Fusion zu.

Ein Highlight im vorangegangenen Teil war die Ehrung von Einzelsportler und Mannschaften, angeführt vom TSV Deitingen, TuS Hägendorf, DFTV Fides Niedergösgen und – wen wunderts? – natürlich den Faustballern von FB Neuendorf.

Aufs ‹Podest gerufen wurden auch die langjährigen Vorbilder und guten Geister in den Vereinen. So blickt beispielsweise Rosmarie Bleuer von den SVKT-Turnerinnen Olten als Leiterin der Damenriege Bifang auf eine 35-jährige Erfolgsgeschichte an vorderster Front zurück.

Grussbotschaften überbrachten Kantonsratspräsident Peter Brotschi, der sich ebenfalls als ein ehemaliger Turner ins Rampenlicht setzte. Neuendorfs Gemeindepräsident Rolf Kissling lobte die Dorfvereine sowie die intakte Infrastruktur, die es ermöglicht Spitzenleistungen zu vollbringen. Heidi Schäli, Zentralvorstandsmitglied der Sport Union Schweiz gratulierte den Delegierten zum positiven Entscheid bezüglich ihrer Zukunft.