Raiffeisen
«Schluss mit Grossbanken-Allüren» – so reagiert der Solothurner Regionalverband auf den Rücktritt von Gisel

Der Rücktritt von Raiffeisen-Chef Patrik Gisel wirft hohe Wellen. So reagiert der «Raiffeisen Regionalverband Solothurn».

Urs Mathys
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Nicht länger Chef der Raiffeisen: Patrik Gisel.

Nicht länger Chef der Raiffeisen: Patrik Gisel.

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«Der Schritt von Patrik Gisel zeigt Grösse. Er trägt dazu bei, den Reputationsschaden zu begrenzen und den guten Ruf der Raiffeisenbanken nicht weiter beschädigen zu lassen», bringt es Giancarlo Grifone auf den Punkt. Der Mediensprecher des Raiffeisen Regionalverbandes Solothurn bestätigt, dass die Vorgänge auf Stufe Raiffeisen Schweiz – die «Grossbanken-Allüren in der Ära Vinzenz» und vor allem die Untersuchungen und Vorwürfe der Finanzmarktaufsicht (Finma) – zu etlichen negativen Kundenreaktionen auch im regionalen Kundenkreis geführt hätten. «Vereinzelt haben Kunden ihre Gelder auf mehrere Banken verteilt oder gar ganz von uns abgezogen», so Grifone.

Er setzt darauf, dass mit dem neu zu wählenden CEO «ein Neubeginn in jeder Hinsicht» möglich sein wird, der auch an der Basis wieder neues Vertrauen schaffen könne. Dabei gelte es, wieder die «alten Grundwerte von Raiffeisen in den Mittelpunkt zu rücken: Nähe zum Kunden, Glaubwürdigkeit, Sicherheit, Unternehmertum.»