Praktisch alle Badeanstalten rechnen mit mindestens ein Drittel weniger Eintritten als im Vorjahr. «Grob gesagt ist die Saison ab Mitte Juli für uns gelaufen», sagt Roland Iseli, Präsident der Betriebskommission des Schwimmbads Messen. Zuchwil, Solothurn und Gerlafingen verzeichnen gar bis zu fünfzig Prozent Einbussen bei den Eintritten. Gerlafingen beispielsweise zählte in den letzten Jahren durchschnittlich 70 000 bis 80 000 Eintritte. 2014 werden es etwa 43 000 sein. Solothurn zählte im Rekordjahr 2013 über 137 000 Eintritte. Bis Ende August wurden dieses Jahr nur 80 500 gezählt.

Am meisten Besucher strömten am Pfingstwochenende in die Badis. Der Pfingstmontag brachte dem Schwimmbad Grenchen (Bild) einen Rekord. Über 4000 Besucher traten ins Schwimmbad von Chefbadmeister Paul Joss ein. «So viele Gäste hatten wir in den letzten neun Jahren gar nie.» Ansonsten fehlten die Spitzentage. Pascal Prétôt, Chefbadmeister des Schwimmbads Solothurn nennt zusätzlich den Freitag, 8. August mit ungefähr 2000 Besucher als einer der besseren Tage für die Badi Solothurn.

Der Trend zum Abonnement

Roland Wälchli, der Chefbadmeister des Schwimmbads Eichholz in Gerlafingen, macht nicht nur das schlechte Wetter für den Rückgang der Eintritte verantwortlich. «Die Leute kaufen vermehrt Heimbäder und kommen daher nicht mehr zu uns.» Diesen Trend stelle er aber seit mehreren Jahren fest. 2014 brachte in der Buchhaltung von Gerlafingen aber ein anderes, neues Phänomen: Die Saisonabonnements wurden 2014 besser verkauft als in den Vorjahren.

Nicht ganz so neu ist dies für Christoph Hiltbrunner. Der Badmeister des Schwimmbads in Wangen an der Aare stellte bereits in den Vorjahren eine leichte Zunahme bei den Abonnements fest. «Frühe Hitzetage im Mai oder im Juni animieren die Besucher oft, ein Saisonabi zu kaufen». Dennoch: Dies gleicht den massiven Einbruch der Einzeleintritte nicht aus.