Um als Kantonsratspräsident gewählt zu sein, braucht es das absolute Mehr. D.h. mindestens die Hälfte der abgegebenen, gültigen Stimmen plus eine Stimme.

Das absolute Mehr zu erreichen ist niemals ein Problem bei der Wahl zum höchsten Solothurner oder zur höchsten Solothurnerin. Entscheidend ist deshalb die Anzahl Stimmen - und die unterscheiden sich.

Bei der Wahl vom Mittwochmorgen stimmten 13 Kantonsräte nicht für den Oltner FDP-Kantonsrat Ernst Zingg. Das ist vergleichsweise ein schlechtes Resultat, wie ein Blick auf die letzten Jahre bis zurück zum Millennium zeigt. 

Die Glanzleistung schlechthin legte in dieser Zeit Christian Imark hin. Nur gerade einmal drei Stimmen fehlten dem SVP-Kantonsrat, um einstimmig zum Kantonsratspräsidenten gewählt zu sein.

Eine Stimme weniger bekamen Claude Belart, Kurt Friedli und Herbert Wüthrich, Kantonsratspräsidenten in den Jahren 2011, 2007 und 2006.

Die «beste» Frau war Edith Hänggi. Ihr fehlten bei ihrer Wahl im Dezember 2002 nur fünf Stimmen bis zur Einstimmigkeit. (ldu)

Wie die gewählten höchsten Solothurner abschnitten, sehen Sie in unserer Bildergalerie: