Ständeratswahl
Scheuermeyer sieht keinen Anlass zum Rücktritt

Trotz einer weiteren Wahlschlappe durch die Nichtwahl des FDP-Ständeratspräsidenten Kurt Fluri sieht Parteipräsident Christian Scheuermeyer keinen Anlass, sein Amt zur Verfügung zu stellen

Elisabeth Seifert
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Christian Scheuermeyer.

Christian Scheuermeyer.

Solothurner Zeitung

«Auch jeder andere Kandidat hätte sich an Pirmin Bischof die Zähne ausgebissen», begegnet Scheuermeyer dem Einwand, mit Kurt Fluri vielleicht doch auf den falschen Kandidaten gesetzt zu haben. Hätte man mit Rolf Büttiker aber nicht grössere Chancen gehabt? «Das ist hypothetisch, Kurt Fluri ist in einem demokratischen Prozess von den Delegierten ganz klar als Kandidat ernannt worden.»

"SVP half indirekt Bischof"

Tatsache ist, dass Ex-Ständerat Rolf Büttiker immer mit der Unterstützung der SVP rechnen konnte - eine Unterstützung, die der FDP-Präsident auch für die Kandidatur von Kurt Fluri erwartet hätte. Mit der Erklärung, sowohl Pirmin Bischof als auch Kurt Fluri nicht zu unterstützen, habe die Volkspartei indirekt dem CVP-Mann zur Wahl verholfen, so Scheuermeyer. Die CVP liege dabei klar weniger auf der Parteilinie der SVP als die FDP.

Kein Anlass zum Rücktritt

In den nächsten Wochen gelte es jetzt, die Wahlresultate genau zu analysieren und die Konsequenzen daraus zu ziehen, betont der Parteipräsident. Dazu gehöre ganz sicher, dass die Partei bei Wahlen und Abstimmungen noch geschlossener auftreten muss. Zudem: «Gerade bei Majorzwahlen brauchen wir Persönlichkeiten, die bei einem breiten Publikum gut ankommen.» Und wie steht es mit einem Wechsel im Parteipräsidium? «Für mich besteht kein Anlass dazu, ich bin bis jetzt auch von der Partei nicht darauf angesprochen worden.»