Bundesgericht

Schenkkreis-Mord: Es gibt kein Verfahren gegen den Gutachter

Sämtliche von Lutz-Peter Hiersemenzel im Beitrag erwähnten Fakten seien einem breiten Publikum bereits bekannt gewesen, so das Bundesgericht.

Sämtliche von Lutz-Peter Hiersemenzel im Beitrag erwähnten Fakten seien einem breiten Publikum bereits bekannt gewesen, so das Bundesgericht.

Ein weiterer Nebenschauplatz des Schenkkreismordes ist abgeschlossen: Das Bundesgericht hat eine Beschwerde wegen Amtsgeheimnisverletzung gegen den psychiatrischen Gutachter Lutz-Peter Hiersemenzel abgelehnt.

Hammerwerfer Patric S. hatte dem leitenden Arzt der psychiatrischen Dienste Solothurn vorgeworfen, im «Schweizer Fernsehen» Details zu seiner Person ausgebreitet zu haben.

Gutachter Hiersemenzel sprach in einem TV-Beitrag von «erheblichen Auffälligkeiten im Bereich der Persönlichkeiten» der drei Täter. Zudem zitierte das Fernsehen den Arzt indirekt mit der Aussage, es bestehe Rückfallgefahr. Patric S. sah dadurch Persönlichkeitsrechte und das Amtsgeheimnis verletzt. Anders sah dies die Solothurner Staatsanwaltschaft, die kein Verfahren gegen den Gutachter führen wollte.

Dies sei korrekt gewesen, hält nun das Bundesgericht fest. Der Gutachter habe im TV nur zusammengefasst, was er in der öffentlichen Gerichtsbefragung erläutert habe. Sämtliche im Beitrag erwähnten Fakten seien einem breiten Publikum bereits bekannt gewesen, da intensiv über den Fall berichtet wurde. (lfh)

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