Persönlich

Scharfmacher und Babysitter

Der Wahlkampf um den letzten Solothurner Ständeratssitz bleibt noch offen.

Der Wahlkampf um den letzten Solothurner Ständeratssitz bleibt noch offen.

Herr A: Jetzt dachte ich doch, das Wahltheater nähme ein Ende. Und was sehe ich? Statt Zanetti in stiller Wahl nach Bern zu schicken, spielt sich jetzt dieser Imark auf.
Herr B: Was heisst da aufspielen? Zanetti herauszufordern, ist sein gutes Recht.

Herr A: Ja, aber er ist gemäss Kurt Fluri ein übler «Scharfmacher».
Herr B: Das hast Du falsch verstanden! Der «Scharfmacher» bezieht sich auf die Tatsache, dass seine Frau im Mai das zweite Kind erwartet.

Herr A: Aber woher wusste denn Fluri, wer, wann, wen und mit welchem Resultat scharf gemacht hat?
Herr B: Er hört das Gras wachsen!

Herr A: Und was ist mit der «totalitären Gesinnung»? Hat die auch mit Familienplanung zu tun?
Herr B: Nein, ich glaube, da geht es eher um den Klimawandel und die Verteidigung des Traktorfahrens. Weisst Du, im Schwarzbubenland ticken sie da etwas anders.

Herr A: Das kann ich mir vorstellen! Aber hat Familienvater Imark wirklich Zeit für ein Ständeratsmandat?
Herr B: Klar! Und im Notfall nimmt er das Kind in den Ratssaal mit.

Herr A: Genau! Und wenn es eng wird, kann er Zanetti für die Betreuung fragen. Der hat dann ja Zeit.
Herr B: Bei allem Respekt: Da ist es mir dann doch lieber, Zanetti bleibe Ständerat und Imark Scharfmacher.

balz.bruder@chmedia.ch

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Balz Bruder

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