Wasser
Schädliche Plastikteilchen in Trinkwasser und Öufi-Bier? - Experten entwarnen

Öufi-Macher Alex Künzle baut darauf, dass das Solothurner Trinkwasser frei von Mikroplastik ist. Denn sein Bier ist nur so sauber wie das Leitungswasser. Experten gehen davon aus, dass im Wasser kein Plastik zu finden ist.

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Mit dem Solothurner Trinkwasser ist auch das Öufi-Bier frei von schädlichen Plastikteilchen. (Symbolbild)

Mit dem Solothurner Trinkwasser ist auch das Öufi-Bier frei von schädlichen Plastikteilchen. (Symbolbild)

Wolfgang Wagmann / Keystone

Ein Gutachten im Auftrag des NDR hat gezeigt, dass es in vielen Deutschen Bieren mikroskopisch kleine Plastikteilchen hat. Vermutliche Ursache dafür: Beim Waschen geraten Fasern von Fleece-Material in die Umwelt und schlussendlich ins Trinkwasser, aus welchem das Bier gebraut wird.

Wer Solothurner Wasser trinkt muss sich aber keine Sorgen machen, dass er damit auch mikroskopisch kleine Plastikteilchen schluckt. Denn das Trinkwasser aus der Region wird anders gefasst als das deutsche Trinkwasser.

«Das Trinkwasser aus der Region Solothurn wird aus den Grundwasserströmen der Aare und Emme gefasst», erklärt Sandra Hungerbühler, Leiterin Marketing und Kommunikation der Regio Energie Solothurn. Das Wasser durchlaufe also bereits vor der Fassung und Aufbereitung einen fast 30 Meter tiefen, natürlichen Reinigungsfilter.

«Ausserdem führen wir neben den gesetzlich geforderten jährlichen Wasserproben freiwillig weitere regelmässige Wasserproben durch. So können wir die Qualität des Solothurner Trinkwassers gewährleisten», meint Hungerbühler. Dabei seien alle bisherigen Ergebnisse deutlich unter den gesetzlich geforderten Grenzwerten geblieben.

Kein Plastik im Wasser

Spezifische Untersuchungen auf Mikroplastik habe man bisher keine vorgenommen. Man gehe aber davon aus, dass das Solothurner Trinkwasser frei von solchen Plastikteilchen sei, da man das Wasser nach dem neusten Stand der Technik fasse und aufbereite.

Markus Biner vom Schweizerischen Verein des Gas- und Wasserfaches bestärkt Hungerbühler in dieser Annahme. «Wenn das Grundwasser nach dem heutigen Stand der Technik gefasst und gefiltert wird, ist es eigentlich ausgeschlossen, dass die Plastikteilchen in das Trinkwasser gelangen.»

Auch das Öufi ist plastikfrei

Nach dieser Erkenntnis kann auch Öufi-Macher Alex Künzle definitiv aufatmen. «Ich baue darauf, sauberes Wasser von der Regio Energie Solothurn zu erhalten und gehe deshalb davon aus, dass mein Bier frei von schädlichen Substanzen ist», meinte Künzle gegenüber der Solothurner Zeitung. Sein Bier sei also genau so sauber, wie das Solothurner Trinkwasser.

Wer also nach den Plastikteilchen in deutschem Bier Bedenken hatte, dass es auch im Solothurner Öufi-Bier solche Teilchen haben könnte, kann diese beruhigt zur Seite schieben: das Öufi-Bier ist frei von schädlichem Mikroplastik. (jvi)

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