Zur diesjährigen Delegiertenversammlung des Samariterverbandes des Kantons Solothurn lud der Samariterverein Herbetswil unter der Leitung des OK-Präsidenten Erich Altermatt ins festlich beflaggte Herbetswil. Nach der Verleihung der Henry-Dunant-Medaillen in der Kirche eröffnete die örtliche Musikgesellschaft - unter der Tagesleitung von Gemeindepräsident Stefan Müller - den geschäftlichen Teil der Versammlung.

Kantonalpräsidentin Erika Borner (Wangen) durfte neben den Delegierten auch Vertreter aus der Gemeinde, der Politik, von befreundeten Samariterkantonalverbänden und von Partnerorganisationen begrüssen. Deren Grussworte verdankten die Delegierten mit grossem Applaus.

Neue Vizepräsidentin gefunden

Mit ihrer charmanten und amüsanten Art wickelte die Kantonalpräsidentin den geschäftlichen Teil speditiv ab. Im Kantonalvorstand durfte nach längerer Vakanz eine neue Vizepräsidentin gewählt werden. Nicole Uhl aus Aedermannsdorf stellte sich für dieses Amt zur Verfügung. Die Delegierten bedankten sich auch für das Engagement der beiden mit einem kräftigen Applaus.

In der Aus- und Weiterbildungskommission (AWK) wurde die Instruktorin Erika Borner verabschiedet. Stephan Zach, interimistischer Leiter der AWK, würdigte ihre Arbeit mit einer eindrücklichen Laudatio. Als Revisor verabschiedete sich Max Krebs aus Dulliken. Der Kantonalverband würdigte seine Arbeit.

Machtlos bei Vereinsauflösungen

Die Samariter seien halt nicht systemrelevant, meinte Kantonalpräsidentin Borner, somit könne auch nicht verhindert werden, dass Vereinsauflösungen immer häufiger verkommen. Die Samaritervereine im Kanton Solothurn stehen vor Nachwuchsproblemen: Immer weniger Leute engagieren sich in den Vereinen. Es werde immer wieder erwähnt, wie wichtig die Samaritervereine für die Gesellschaft seien, sagte Borner. «Aber es wird nur zugeschaut und nicht gehandelt, wenn sich bei einem Verein die Auflösung anbahnt.»

Präsidentin Borner appellierte an die Solothurner Delegierten, frühzeitig Gespräche zu führen, damit die regionale Zusammenarbeit unter den Samaritervereinen mehr gefördert werden kann. Nur so könnten Synergien und Ressourcen optimal genutzt werden.

Mit einem reichhaltigen Apéro nach der Versammlung und einem feinen Nachtessen verwöhnte der Samariterverein Herbetswil seine Gäste. Die kunstvoll gestalteten Menükarten und die beiden jungen Divertimento-Imitatoren Roman Flury und Matthias Bur mit ihren Darbietungen rundeten den Samariteranlass im Thal stimmungsvoll ab. (mgt)